2. März 2022

Der Putin-Krieg darf unser Miteinander im Bezirk nicht zerstören – gemeinsam solidarisch, für Völkerverständigung

Seit 6 Tagen ist das europäische Gefüge erschüttert. Der Diktator Russlands, Wladimir Putin, hat einen vollkommen ungerechtfertigten Krieg gegen die Ukraine eröffnet. Weltweit schließen sich die Reihen für Solidaritätsbekundungen gegenüber den Ukrainerinnen und Ukrainern.

Auch Russinnen und Russen gehen in ihrem eigenen Land auf die Straßen und fordern ein Ende des Krieges. Auch die Deutschen aus Russland in Marzahn-Hellersdorf bekunden ihre Solidarität mit dem ukrainischen Volk und waren zahlreich vertreten bei unterschiedlichen Kundgebungen.

Leider geraten die Deutschen aus Russland und die russischsprachige Community in unserem Bezirk verstärkt in den Fokus, es mehren sich Berichte über Anfeindungen und Bedrohungen.

Auf den Schulhöfen kommt es zu Mobbingvorfällen. Kinder und Jugendliche, die oftmals in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, werden dazu genötigt, sich zum Krieg in der Ukraine zu äußern, werden pauschal als „Russen“ beschimpft und ausgegrenzt.

Einrichtungen wie bilinguale Kindertagesstätten, Vereine und Kirchen äußern sich besorgt und werden angefeindet. Viele Betroffene berichten davon, dass sie sich nicht mehr trauen wegen ihres „russischen Akzentes“ in der Öffentlichkeit zu sprechen.

In Marzahn-Hellersdorf leben mehr als 35 000 Deutsche aus Russland und russischsprachige Mitbürgerinnen und Mitbürger. Sie sind in den letzten Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil des Bezirkes geworden, sie haben sich integriert, häufig engagiert und sind im Bezirk beheimatet.

Es ist nicht hinnehmbar, dass die Migrationsgeschichte der Deutschen aus Russland und der russischsprachigen Migranten nun dazu führt, dass diese Menschen, insbesondere die Kinder und Jugendlichen, diffamiert und ausgegrenzt werden und der zwischenmenschliche Zusammenhalt in Marzahn-Hellersdorf bedroht wird.

Wir appellieren an alle Menschen im Bezirk sich nicht an diesen gruppenbezogenen Anfeindungen und Abgrenzungen zu beteiligen und sich aktiv diesen entgegenzustellen.

Es ist der Krieg Putins gegen die Ukraine, nicht der Krieg des russischen Volkes gegen das Nachbarland. Gerade deshalb sind Zeichen der Völkerverständigung jetzt umso wichtiger.

Wir unterstützen das Bezirksamt in seinem Bestreben, Projekte des Austauschs und der kulturellen Verständigung zwischen den Russen, Ukrainern, Deutschen aus Russland und der einheimischen Bevölkerung zu verstärken.

Mario Czaja, MdB und Vorsitzender des Kreisverbandes

Katharina Günther-Wünsch, MdA und stellv. Vorsitzende des Kreisverbandes

Christian Gräff, MdA stellv. Vorsitzender des Kreisverbandes

Alexander J. Herrmann, stellv. Vorsitzender des Kreisverbandes

Johannes Martin, Fraktionsvorsitzender der CDU in der BVV Marzahn-Hellersdorf

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