In den späten Abendstunden des 3. Oktober kam es in Berlin-Lichtenberg zu einem spektakulären Verkehrsunfall, in dessen Verlauf mutmaßliche Diebe flüchteten – und schließlich gestellt wurden.
Gegen 22:25 Uhr ereignete sich an der Kreuzung Rüdigerstraße / Wodanstraße eine Kollision zwischen einem VW und einem Mercedes. Nach vorliegenden Aussagen fuhr der VW-Fahrer aus der Wodanstraße in die Rüdigerstraße ein, ohne die Vorfahrt des Mercedes-Fahrer zu beachten. In der folgenden Kollision wurde der VW gegen eine Hauswand geschleudert, wo er zum Stillstand kam.

Die Insassen des VWs ergriffen unmittelbar die Flucht. Doch die Umstände waren verdächtig: Im Fahrzeug fanden sich zahlreiche hochwertige Taschen und Accessoires. Zudem war der VW mit polnischem Kennzeichen unterwegs; der Mercedes war ein Fahrzeug aus Potsdam.

Auf Basis von Zeugenaussagen und Ermittlungen gelang es den Einsatzkräften, beide flüchtigen Personen kurze Zeit später zu stellen und festzunehmen. Zur Identitätsfeststellung wurde eine sogenannte Fast-ID eingesetzt – und es stellte sich heraus, dass beide Tatverdächtigen bereits polizeibekannt sind.
Dem älteren der beiden wird „schwerer Bandendiebstahl in mehreren Fällen“ vorgeworfen, und auch der Jüngere ist bereits im Landeskriminalamt registriert. Einer der Tatverdächtigen soll etwa 15 Jahre alt sein.

Die Polizei sicherte das gesamte mutmaßliche Diebesgut, das sich im Fahrzeug befand. Auch der verunfallte VW wurde beschlagnahmt.
Bei dem Unfall wurden zwei Personen verletzt – nähere Angaben zu ihrem Zustand sind bislang nicht bekannt. Die Feuerwehr Lichtenberg war vor Ort, um die Unfallstelle zu räumen und auslaufende Betriebsstoffe zu binden.
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Die Ermittlungen dauern an. Insbesondere wird geklärt, wie die mutmaßliche Diebstahlstour verlaufen ist, wie die gestohlenen Gegenstände ins Fahrzeug gelangten und ob das Duo in weiteren Fällen involviert ist.
Fotos: © John Boutin / Berlin-Doku


