Heute Vormittag wurde die Berliner Feuerwehr von Anwohnern in Friedrichsfelde alarmiert, nachdem eine verdächtige Flüssigkeit an einer Wohnungstür entdeckt worden war. Verletzte gab es bei diesem Vorfall glücklicherweise nicht.
Gegen 9:50 Uhr rückten Polizei und Feuerwehr zur Straße Am Tierpark aus. Vor Ort entdeckten die Einsatzkräfte nach einer Erkundung der Lage zwei Wohnungstüren, die offenbar Ziel eines Einbruchs geworden waren, wie die Pressestelle der Polizei Berlin mitteilt. Die Täter hatten Säure verwendet, vermutlich Salpetersäure, um sich Zugang zu verschaffen. Die Feuerwehr neutralisierte die gefährliche Substanz und übergab anschließend die Einsatzstelle an die Polizei, die sofort mit den Ermittlungen begann.



Dieser Vorfall ist kein Einzelfall. In den vergangenen Wochen kam es vermehrt zu Einbrüchen in Mehrfamilienhäusern, bei denen Säure als Einbruchshilfe verwendet wurde – insbesondere in anonymen Wohnanlagen. Erst kürzlich, am Freitag, dem 25. Oktober 2024, gab es einen vergleichbaren Einbruch in der Lea-Grundig-Straße in Marzahn. Ob die Täter etwas entwendeten, ist bislang unklar. Eine Woche zuvor, am 19. Oktober 2024, wurde ebenfalls ein Einbruch mit Säure in der Franz-Stenzer-Straße in Marzahn von Einbrechern verübt. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen zu den Einbrüchen.
Die Polizei rät den Bewohnern der betroffenen Bezirke, besonders wachsam zu sein und auf ungewöhnliche Vorkommnisse zu achten. Vor allem wird dazu geraten, Haustüren stets fest zu verschließen und auf fremde Personen im Umfeld zu achten.
Die Vorgehensweise der Einbrecher: Sie präparieren oft Wohnungstüren vorab mit dünnen Klebefäden zwischen Türrahmen und Tür, die auf den ersten Blick kaum sichtbar sind. Diese Markierungen helfen den Tätern, später festzustellen, ob die Tür geöffnet wurde und die Bewohner zu Hause sind. Im Zweifel und bei verdächtigen Beobachtungen die Polizei rufen.
Fotos: © Pierce A.

