Am Samstagabend kam es im Bahnhof Ahrensfelde zu einem verheerenden Brand im Führerhaus eines Zuges, der sich rasch auf den gesamten Zug ausbreitete. Der Alarm wurde ausgelöst, nachdem Flammen in der Zugkabine entdeckt worden waren, die sich innerhalb weniger Minuten auch auf den Fahrgastraum ausweiteten und den Zug nahezu vollständig in Brand setzten. Alle Insassen, darunter der Zugführer und mehrere Passagiere, konnten sich rechtzeitig aus dem Zug retten.
Die Feuerwehrkräfte aus dem Kreis Barnim und die Berliner Feuerwehr rückten gegen 21:50 Uhr mit einem Großaufgebot an. Dank der engen Zusammenarbeit mit den freiwilligen Feuerwehren aus Ahrensfelde, Eiche und Lindenberg sowie einer schnellen Wasserversorgung, die über die Gleise gelegt wurde, konnten die Berliner Rettungskräfte das Feuer zügig unter Kontrolle bringen.



Beim Eintreffen der Feuerwehr stand bereits etwa ein Drittel des Zuges in Flammen. Die Polizei sperrte die Märkische Allee zwischen Havemannstraße und Dorfstraße in beide Richtungen, um die Arbeiten der Feuerwehr abzusichern.
Die Ermittlungen zur Brandursache laufen derzeit auf Hochtouren. Ersten Hinweisen zufolge könnte ein technischer Defekt das Feuer verursacht haben. Dennoch wird der Zug eingehend untersucht, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.
Insgesamt waren rund 109 Einsatzkräfte vor Ort, darunter 74 von der Berliner Feuerwehr und etwa 35 aus Brandenburg/Barnim. Der Einsatz erforderte eine Vielzahl an Fahrzeugen und Spezialausrüstung, darunter sechs Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeuge (LHF), ein Tanklöschfahrzeug (TLF), zwei Drehleitern (DLK), sechs Rettungswagen (RTW), ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) sowie sechs Sonderfahrzeuge für technische Unterstützung. Auch drei Führungsdienste und der Pressedienst waren zur Koordination und Information der Öffentlichkeit vor Ort.







Die Pressestelle der Polizei Berlin teilte am Sonntagvormittag mit, dass das Feuer auch auf das Bahnhofsgebäude übergriff, bevor die Feuerwehr den Brand löschen konnte.
Titelbild: © John Boutin

