Der Wind pfeift durch die Brücke am U-Bahnhof Hellersdorf, es riecht nach feuchtem Herbstlaub. Es ist Sonntag, kurz nach 14 Uhr, als sich Janina, René, Stephan und Benni in ihren grünen Westen versammeln. Die Müllgreifer klicken, die ersten Säcke werden verteilt. „Na dann los!“, ruft René – und schon setzt sich die kleine Gruppe in Bewegung. Innerhalb weniger Minuten schließen sich immer mehr Menschen an. Am Ende sind es 27 engagierte Unterstützer, die an diesem Nachmittag gemeinsam anpacken.

Der Start am Hellersdorfer Graben
Gleich hinter der Brücke, dort wo der Hellersdorfer Graben ruhig zwischen den beiden Parks fließt, beginnt das Team mit der Arbeit. Zwischen hohem Gras und umgestürzten Ästen glitzert es überall: Glasflaschen, alte Windeln, zerknüllte Verpackungen. Es ist eine Mischung aus Wut und Tatendrang, die die Gruppe antreibt.
„Manchmal frage ich mich wirklich, wie das alles hierherkommt“, murmelt Benni, während er eine alte Plastiktasche aus dem Wasser zieht. Nur wenige Meter weiter findet René einen ganzen Bündel Stromkabel, verheddert in einer Wurzel. Stephan ruft aus dem Gebüsch: „Hier liegt ein Portemonnaie – mit Ausweis!“ Er hält es hoch, halb verschlammt, aber noch lesbar. Ein Stück Alltag, das wohl längst vergessen wurde.





Funde, die Geschichten erzählen
Im Laufe des Nachmittags wächst der Haufen der Funde: Vape, Gartenhandschuhe, Geldeinlegefach einer Kasse, Noppenfolie, Dachpappe, alte Kleidung, zusammengerollte Werbeplakate, Pfandflaschen, Schuhpaare ohne Partner – und sogar ein altes Straßenschild, das offenbar von einer ehemaligen Baustelle in der Nähe stammt.
René lacht, als er es findet: „Das hat hier wohl jemand für überflüssig erklärt.“ Doch das Lachen kippt schnell wieder in Ernst. „Wenn man das alles so sieht, merkt man erst, wie viel einfach liegen bleibt.“
Begegnung am Rand des Parks
Am Ende des Regine-Hildebrandt-Parks stößt die Gruppe auf ein Obdachlosencamp – improvisierte Planen, Matratzen, verstreute Kleidung. Für einen Moment herrscht Stille. Doch statt zu urteilen, gehen Janina und René behutsam auf die Bewohner zu.
„Wir haben erklärt, wer wir sind und warum wir hier sind“, erzählt Janina später. „Sie waren freundlich, ein bisschen überrascht vielleicht. Am Ende haben sie sogar geholfen, aufzuräumen.“ Gemeinsam räumen sie alte Planen beiseite, sortieren Müll von brauchbaren Dingen. Eine der Zeltplanen muss René sogar mit dem Feuerzeug von der Brücke lösen – sie hatte sich dort verfangen, vielleicht schon seit Monaten.





Zwischen Frust und Hoffnung
Während die Müllsäcke sich füllen, steigt die Stimmung. Stephan und Benni liefern sich einen kleinen Wettkampf: Wer findet das Kurioseste? Als Benni schließlich eine eingerollte Dachpappe mit alter Malerrolle entdeckt, ist die Entscheidung gefallen.
Doch zwischen Gelächter und Gesprächen über den Alltag im Kiez liegt auch Nachdenklichkeit. „Manchmal ist es nicht nur Dreck, den man aufsammelt“, sagt René, „sondern Spuren von Menschen, von Geschichten. Das geht einem schon nah.“



Gemeinschaft, die trägt
Als gegen 17 Uhr die Sonne hinter den Hochhäusern versinkt, stehen sie alle zusammen auf dem Parkplatz am U-Bahnhof Hellersdorf – müde, verschwitzt, aber zufrieden. 27 Menschen, ein Ziel: ihren Kiez ein bisschen schöner machen.
Janina fasst es in einer Nachricht an die Gruppe perfekt zusammen:
„So liebe Leute, noch mal gaaaaaanz viel 👏🏻👏🏻👏🏻 für uns alle!!! Toll, dass wir so viele Menschen heute waren und es war eine grandiose Stimmung!!!☺️ Danke, dass ihr da wart und für das fantastische Teamwork!!!“
Und so endet der Tag, an dem Hellersdorf nicht nur sauberer, sondern auch ein Stück verbundener wurde.

Über Clean up MaHe
Clean up MaHe ist eine ehrenamtliche Initiative aus Marzahn-Hellersdorf, die sich regelmäßig trifft, um Parks, Straßen und öffentliche Flächen von Müll zu befreien. Ziel ist nicht nur die Sauberkeit, sondern auch das Bewusstsein dafür, dass jeder etwas tun kann.
Mitmachen kann jeder – Handschuhe und gute Laune inklusive.
Fotos: © Mit freundlicher Genehmigung Clean up MaHe
Schaut gern regelmäßig im Clean up MaHe Veranstaltungskalender rein.
Kontakt: Clean up MaHe
E-Mail: info@cleanup-mahe.de
Website: www.cleanup-mahe.de
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