15. Mai 2024

Gesundheitsrisiken durch den Eichenprozessionsspinner in Marzahn-Hellersdorf: Verhaltenstipps und Vorbeugemaßnahmen

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen eine gesundheitliche Gefahr für Menschen darstellen. Ihr Lebensraum umfasst hauptsächlich Stiel- und Traubeneichen, in deren Kronen die Eier abgelegt werden. Die Raupen schlüpfen im April und Mai und durchlaufen bis zur Verpuppung im Juli mehrere Larvenstadien. Sie wandern in großen Verbänden entlang der Stämme und Äste (daher der Namensbestandteil „Prozession“) und spinnen bis zu fußballgroße Nester.

Zum Schutz gegen Fressfeinde besitzen sie zahlreiche feine Brennhaare, die ein Nesselgift enthalten. Dieses Gift kann bei Tieren und Menschen entzündliche Reaktionen wie Juckreiz, Haut- und Augenentzündungen verursachen. Das Einatmen der Brennhaare kann zudem Nase, Hals und Bronchien reizen und bei vorbelasteten Personen Atemnot auslösen. Die Symptome können möglicherweise erst nach 24 Stunden auftreten. Daher sollten sowohl lebende als auch tote Raupen, ebenso wie neue und alte Nester, nicht berührt werden. Es ist zudem wichtig, Warnhinweise zu beachten und befallene Bereiche zu meiden.

Der Eichenprozessionsspinner

Die Gefährdung ist besonders hoch in der Nähe von Häusern, Wegen, Erholungs- und Sportanlagen, Schulen, Kindertagesstätten, Freibädern und Badegewässern, wo Raupennester und -prozessionen zu finden sind. Durch den Wind können die Brennhaare über weite Strecken transportiert werden und lagern sich häufig unter befallenen Bäumen ab sowie haften an Schuhen und Kleidung. Befall vom Eichenprozessionsspinner verzeichnete das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf im vergangenen Jahr u.a. am Kienberg am Grenzgraben.

Für die Organisation von Abwehrmaßnahmen, wie der mechanischen Entfernung der Raupennester, sind die Eigentümer der betroffenen Grundstücke oder die zuständigen Behörden, wie das Landesforstamt und die Naturschutz- und Grünflächenämter der Bezirke, verantwortlich.

Im Frühjahr kann es vorkommen, dass die Nester der Gespinstmotte mit denen des Eichenprozessionsspinners verwechselt werden. Die unbehaarte Raupe der Gespinstmotte überzieht Sträucher mit großflächigen, spinnenwebenartigen Nestern. Von der Gespinstmotte geht keine gesundheitliche Gefahr für den Menschen aus. Dennoch existieren weitere Raupenarten, die potenziell gesundheitsgefährdend sind. Um Vorsicht walten zu lassen, sollte der Kontakt mit behaarten Raupen generell vermieden werden.

Warnhinweis in Marzahn-Hellersdorf (2020) – © Marzahn-Hellersdorf.com

⚠️ Meldungen können direkt an das Straßen- und Grünflächenamt Marzahn-Hellersdorf erfolgen.

ℹ️ Informationen: Gespinstmotten in Marzahn-Hellersdorf

ℹ️ Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutzhttps://www.berlin.de/pflanzenschutzamt/stadtgruen/schadorganismen-in-berlin/tierische-schaderreger/eichenprozessionsspinner/

Titelbild: Eichenprozessionsspinner

/ep

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