Marzahn-Hellersdorf

Hinweise zu ungefährlichen Gespinstmotten in Marzahn-Hellersdorf

Sie sehen gruselig aus, wenn sie sich in den Nestern zu Hunderten bewegen. Wenn man zu dicht an den besiedelten Sträuchern vorbeiläuft, hängen die gelben Larven mit den schwarzen Punkten schon in den Haaren und das große Krabbeln geht los. Giftig oder gar gefährlich sind sie nicht. Es kann Entwarnung gegeben werden.

Dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf wurden einige dieser Nester im Bezirk gemeldet. Die kundigen Mitarbeiter konnten häufig Entwarnung geben. Anwohner befürchten beim Anblick der Nester der Gespinstmotte das Schlimmste und glauben möglicherweise auf das Nest des giftigen Eichenprozessionsspinners gestoßen zu sein.

Ein wichtiger Hinweis auf die harmlose Gespinstmotte ist, dass der giftige Eichenprozessionsspinner überwiegend an Eichenbäumen zu finden ist.

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Gespinnstmotten in Hellersdorf – © Marzahn-Hellersdorf.com

Bezirksstadträtin Juliane Witt teilt dazu mit: “Aktuell melden viele Bürgerinnen und Bürger beim Straßen- und Grünflächenamt die unangenehm aussehenden Gespinste an Bäumen und Sträuchern.
Im Gegensatz zu dem Eichenprozessionsspinner, der durch seine allergieauslösenden Haare eine gesundheitliche Gefahr darstellt, ist die Gespinstmotte aus gesundheitlicher Sicht für Menschen harmlos. Die weißlichen Raupen mit schwarzen Flecken spinnen in den Gehölzen Gespinste, die zwar unappetitlich aussehen, aber keine allergischen Hautreaktionen hervorrufen.

Die Sträucher werden bei starkem Befall komplett kahlgefressen. Sind die ersten Gespinste für den Menschen sichtbar, ist es für ein Eingreifen zu spät. Die Pflanzen erholen sich im Laufe der Vegetationszeit wieder und treiben bereits zwei bis drei Wochen nach dem Befall wieder aus.

Dass Gespinstmotten immer häufiger und in großen Mengen auftreten, ist durch den Klimawandel bedingt. Die Falter bevorzugen eine trockene und warme Witterung und fühlen sich daher zunehmend auch in unseren Breiten wohl.
Die kleinen Raupen überziehen die Bäume und Sträucher mit silbrigen Gespinsten, um sich vor Fressfeinden wie Vögeln oder Witterungseinflüssen wie starkem Regen zu schützen. Die in den Gespinsten lebenden Larven fressen die Bäume leer, um sich dann zu verpuppen. 

Im Schutz der Gespinste fliegen sie nach zwei Wochen als Schmetterling davon.”

Weitere Informationen biete das Pflanzenschutzamt unter:

www.berlin.de/pflanzenschutzamt/ueber-uns/aktuelles

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