Ein ungewöhnliches Souvenir aus ihrem Berlin-Trip wollten sich offenbar zwei junge Touristen aus Spanien sichern. Statt Postkarten oder Erinnerungsfotos entschlossen sich die beiden Männer zu einem ganz eigenen Kunstwerk: Sie kletterten am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord über einen Zaun und betraten die Gleise, um dort einen abgestellten U-Bahn-Wagen mit Graffiti zu besprühen, teilt die Polizei auf Instagram mit.
Ihr waghalsiges Unterfangen blieb jedoch nicht unbemerkt. Augenzeugen alarmierten die Polizei, die sofort die Verfolgung aufnahm. Nur wenig später konnten die Beamten die beiden Verdächtigen im Nahbereich des Tatorts stellen. Die Farbe auf dem Waggon war zu diesem Zeitpunkt noch frisch – ein eindeutiger Hinweis auf die Urheberschaft der Männer.
Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs der Touristen fanden die Polizisten weitere Beweismittel: Neben mehreren Spraydosen wurde zusätzliches Zubehör beschlagnahmt. Die spanischen Besucher müssen nun mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen – statt mit einem Foto vor der East Side Gallery haben sie sich mit einem Graffiti auf einem U-Bahn-Wagen ein eher teures Andenken an Berlin gesichert.
Wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, wird gemäß § 303 Abs. 1 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Das unerlaubte Aufbringen von Graffiti auf einem U-Bahn-Waggon stellt dabei eine Sachbeschädigung dar, sofern das Erscheinungsbild der Sache nicht nur unerheblich beeinträchtigt wird.
Titelbild: © Marzahn-Hellersdorf.com

