Der seit Jahren stockende Hochhausbau am Kastanienboulevard in Berlin-Hellersdorf soll wieder Fahrt aufnehmen.
Wie aus einer aktuellen parlamentarischen Anfrage hervorgeht, laufen derzeit die Vorbereitungen für die Ausschreibung der noch ausstehenden Bauleistungen. Spätestens Anfang 2027 sollen die Arbeiten fortgesetzt werden, die Fertigstellung ist für das Jahr 2028 vorgesehen.



Das Bauvorhaben wird von der GESOBAU AG realisiert und prägt seit geraumer Zeit das Bild rund um den Kastanienboulevard. Die Angaben gehen aus einer Antwort der Senatsverwaltung auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Stefan Ziller hervor.
Hitzeschutz und Stadtplatz im Fokus
Neben dem Baufortschritt stand auch die Gestaltung des Stadtplatzes vor dem Hochhaus im Mittelpunkt der Anfrage. Hintergrund ist das Beteiligungsprojekt „Heißes Hellersdorf“, das sich mit den Folgen zunehmender Hitze im öffentlichen Raum befasst. Dem Senat liegen bislang jedoch nur eine Abschlusspräsentation sowie ein Entwurf eines Maßnahmenkatalogs vor. Die endgültigen Ergebnisse des Projekts stehen noch aus.



Die im Projekt entwickelten Vorschläge – darunter Trinkbrunnen oder begrünte Barrieren – haben laut Senat empfehlenden Charakter. Für den Bereich rund um den Neubau in der Stollberger Straße 57/59 sollen mögliche Klimaanpassungsmaßnahmen nun gemeinsam vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, den Eigentümerinnen und Eigentümern sowie weiteren Partnern auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden.
Eigentumsverhältnisse geklärt
Klar ist inzwischen auch, dass sich die Flächen des Stadtplatzes weder im Eigentum des Landes Berlin noch des Bezirks befinden. Die relevanten Grundstücke gehören der GESOBAU AG. Damit liegt die weitere Entwicklung des Umfelds maßgeblich in der Hand des landeseigenen Wohnungsunternehmens.



Mit dem geplanten Neustart der Bauarbeiten verbindet sich in Hellersdorf die Hoffnung, dass das lange brachliegende Projekt nicht nur baulich abgeschlossen wird, sondern auch Impulse für eine klimaangepasste und lebenswerte Gestaltung des Stadtplatzes setzt.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️


Die Fläche vor dem Gebäude müsste eigentlich Deutsche Wohnen/ Vonovia gehören.
Was heißt vor dem Gebäude. Der Platz zwischen den beiden Gebäuden gehört zur Gesobau. Der Stadtplatz (Mittelpunkt des Boulevards) gehört der Deutschen Wohnen.
Das Problem für die Anwohner, also auch für uns ist, dass beides sich nicht bewegt, bevor die Bauarbeiten im Gebäude und vorallem an der Fassade nicht abgeschlossen sind, weil die Flächen fast vollständig als Logistikflächen und Baustellenzufahrt beansprucht werden. Das ist ärgerlich, aber kaum zu ändern.
Ärgerlich ist auch die Tatsache, dass nun nicht im zweiten Quartal 2026 weitergebaut werden soll sondern erst ein Jahr später.