Am 9. März versammeln sich Aktivistinnen in Marzahn-Hellersdorf – einen Tag nach dem Internationalen Frauentag fordern sie wirksamen Schutz vor Gewalt und ein Ende struktureller Benachteiligung.
Unter dem Namen „Rosen für Clara“ lädt das FrauenNetz Marzahn-Hellersdorf am kommenden Montag zu einer Kundgebung am Clara-Zetkin-Denkmal ein. Beginn ist um 16:00 Uhr, der Ort liegt zwischen der Niemegker und der Wittenberger Straße in Berlin-Marzahn-Nord. Mit der Aktion wollen die Organisatorinnen ein deutliches Zeichen gegen Femizide setzen – und die politische Debatte schärfen, kurz bevor der Internationale Frauentag am 8. März weltweit begangen wird.
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Mehr als ein Gedenken
Die Veranstaltung versteht sich nicht als stilles Gedenken, sondern als politisches Statement. Auf dem Programm stehen Redebeiträge zu Femiziden und ungleichen Machtstrukturen im Alltag. Konkret fordern die Teilnehmerinnen die gesellschaftliche Aufwertung von Sorgearbeit – also Pflege, Erziehung und Haushaltsführung, die nach wie vor überwiegend von Frauen geleistet wird, ohne angemessene Anerkennung oder Vergütung. Darüber hinaus stehen Frauenarmut, Gesundheitsversorgung und die Stärkung von Frauenrechten auf der Agenda. Die Botschaft der Organisatorinnen ist unmissverständlich: Solange Frauen allein wegen ihres Geschlechts getötet, benachteiligt oder in die Armut gedrängt werden, brauche es sichtbaren, lauten Protest.

Ein ganzer Monat im Zeichen der Gleichstellung
Die Kundgebung ist kein Einzelereignis. Sie ist eingebettet in den Aktionsmonat „FrauenMärz 2026″, den der Bezirk Marzahn-Hellersdorf rund um den 8. März ausrichtet. Unter dem Motto „Gemeinsam für Respekt & Gleichstellung!“ bieten zahlreiche Projekte, Vereine und Träger ein breites Programm an: Ausstellungen, Fachveranstaltungen und Feiern sollen den Gleichstellungsgedanken in die Nachbarschaft tragen.
Wer steckt hinter dem FrauenNetz?
Das FrauenNetz Marzahn-Hellersdorf ist ein Zusammenschluss von Frauenprojekten, Vereinen und Einzelpersonen aus dem Bezirk. Als Netzwerk bündelt es frauenpolitische Interessen und versteht sich als Sprachrohr gegenüber Bezirkspolitik und Öffentlichkeit. Die Organisation setzt sich für politische, soziale und wirtschaftliche Gleichstellung ein – und ist damit seit Jahren eine feste Stimme in der Berliner Frauenpolitik.
Die Kundgebung „Rosen für Clara“ ist öffentlich und richtet sich an alle, die sich für Frauenrechte einsetzen möchten. Der Zeitpunkt, einen Tag vor dem weltweiten Frauentag, ist bewusst gewählt: Man wolle zeigen, dass Gleichstellung kein Festtagsthema sei, sondern täglich erkämpft werden müsse.
INFO · Kundgebung „Rosen für Clara“ · Montag, 9. März 2026, 16:00 Uhr · Clara-Zetkin-Denkmal, zwischen Niemegker Str. und Wittenberger Str., Berlin-Marzahn-Nord · Veranstalter: FrauenNetz Marzahn-Hellersdorf
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️


Hallo und Guten Abend, auch wenn ich ein Mann bin, so begrüße ich die Kundgebung „Rosen für Clara“ . Solche Aktionen gibt es viel zu wenige.
Ich habe nur ein Verständnisproblem mit dem Datum. Im Text steht: 1 Tag VOR dem Internationalen Frauentag. Dieser ist am 8. März. Ich will nicht „Krümelkackerig“ sein, aber der 9. März ist definitiv ein Tag NACH dem Frauentag. Ist sicher im Eifer des Gefechts passiert.
Trotzdem Euch ein dickes Dankeschön für die täglichen Informationen.
Herzliche Grüße Kurt Letzin.
Lieber Herr Letzin,
vielen Dank für Ihre freundliche Nachricht und Ihren herzlichen Zuspruch zur Kundgebung „Rosen für Clara“ – das freut uns sehr!
Und natürlich haben Sie völlig Recht: Der 9. März ist selbstverständlich ein Tag nach dem Internationalen Frauentag, nicht davor. Das war ein Fehler, den wir bereits korrigiert haben. Ganz und gar kein „Krümelkackern“ – solche Hinweise sind wertvoll und helfen uns, sorgfältig zu bleiben!
Wir danken Ihnen herzlich für Ihre aufmerksame Lektüre und Ihre wohlwollende Begleitung unserer Arbeit.
Herzliche Grüße