In einer aktuellen Antwort auf eine schriftliche Anfrage des Grünen-Abgeordneten Stefan Ziller hat der Berliner Senat Stellung zur Wasserqualität der Kaulsdorfer Seen und des Biesdorfer Baggersees genommen.
Die Auswertung erfolgte mit Einbindung des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf und der Berliner Wasserbetriebe. Zentrales Ergebnis: Offiziell gelten die Gewässer nicht als Badegewässer – doch gesundheitlich bedenkliche Messwerte lagen zuletzt nicht vor.
Kein offizieller Badebetrieb
Laut Auskunft der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt ist das Baden in den Kaulsdorfer Seen sowie im Biesdorfer Baggersee nach der Berliner Badegewässerverordnung (§3 Abs. 2 Nr. 1) grundsätzlich untersagt. Entsprechend findet auch keine regelmäßige Überwachung der Wasserqualität im Sinne eines offiziellen Badegewässers statt.

Messungen im Jahr 2024 ohne Auffälligkeiten
Trotz fehlender offizieller Badestellen wurden 2024 stichprobenartige Wasseruntersuchungen durch das Umwelt- und Naturschutzamt des Bezirks vorgenommen. Dabei wurden keine auffälligen oder gesundheitsbedenklichen Parameter festgestellt. Die letzte Messung am Biesdorfer Baggersee fand am 3. Mai 2024, an den Kaulsdorfer Seen am 6. Mai 2024 statt. Für das laufende Jahr 2025 sind derzeit keine weiteren Untersuchungen geplant.
Trinkwasserqualität laut Wasserbetrieben nicht gefährdet
Hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Trinkwassergewinnung äußerten sich die Berliner Wasserbetriebe eindeutig: Weder das Badegeschehen noch die derzeitige Trockenheit hätten bislang einen Einfluss auf die Qualität des Trinkwassers – weder im Wasserwerk Kaulsdorf (Einzugsbereich Habermannsee) noch im Wasserwerk Wuhlheide (nahe Biesdorfer Baggersee).



Am Habermannsee werde die Wasserqualität kontinuierlich überwacht – bislang ohne signifikante Beeinträchtigungen. Auch im weiteren Anstrombereich des Biesdorfer Baggersees zeigten die Proben des Wasserwerks Wuhlheide keine Auffälligkeiten. Dafür sorge unter anderem ein Bodenretentionsfilter, der das Niederschlagswasser reinigt, bevor es in den See gelangt.
Auch wenn Baden in den genannten Gewässern offiziell verboten ist, scheint nach aktuellem Stand weder die Umwelt- noch die Trinkwasserqualität in der Region beeinträchtigt. Regelmäßige Messungen sind derzeit jedoch nicht vorgesehen. Ob sich daran angesichts anhaltender Trockenperioden und zunehmender Freizeitnutzung etwas ändert, bleibt abzuwarten.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

