In den vergangenen fünf Jahren sind in Marzahn-Hellersdorf zahlreiche Spielplätze saniert, modernisiert oder teilweise erneuert worden. Das geht aus einer Schriftlichen Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (LINKE) hervor, die nun vom Senat beantwortet wurde.
Insgesamt flossen mehrere Millionen Euro aus dem Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm (KSSP) in den Bezirk – gleichzeitig sorgen Kürzungen und Unsicherheiten bei der Finanzierung für wachsende Probleme in der Planung.
Umfangreiche Sanierungen seit 2020
Allein im Jahr 2020 wurden mehrere Spielplätze umfassend erneuert, darunter der Spielplatz im Grünzug Bruno-Baum-Straße mit Kosten von rund 775.000 Euro sowie Anlagen an der Poelchaustraße, am Boschpoler Platz, am Lehnitzplatz, an der Senziger Straße und entlang des Wuhlewanderwegs. In den Folgejahren kamen weitere Großprojekte hinzu, etwa die Sanierung der Nordpromenade in Berlin-Biesdorf (2021), der Ersatz von Spielgeräten an mehreren Standorten (2022) sowie die Erneuerung der Skateanlage an der Wuhletalstraße und des Spiel- und Bolzplatzes an der Zerbster Straße (2023).
Auch 2024 wurde weiter investiert, unter anderem in die Schmetterlingswiesen, deren Sanierung mit knapp 500.000 Euro zu Buche schlug. Insgesamt zeigt die Auflistung, dass kontinuierlich Mittel in die Spielplatzinfrastruktur des Bezirks geflossen sind .
Keine dauerhaften Sperrungen
Nach Angaben des Bezirksamts mussten in den vergangenen Jahren keine Spielplätze dauerhaft geschlossen werden. Wenn es Einschränkungen gab, betrafen diese lediglich einzelne Bereiche oder Spielgeräte, die kurzfristig entfernt und nach der Reparatur wieder eingebaut wurden. Längere Komplettsperrungen habe es nicht gegeben, betont das Bezirksamt .
Blick auf 2025: Inklusiver Spielplatz geplant
Für das Jahr 2025 ist bereits eine größere Maßnahme vorgesehen: Der Spielplatz Seelgraben soll saniert und zu einem inklusiven Spielplatz weiterentwickelt werden. Die geplanten Kosten liegen bei rund 649.000 Euro .
Kritik an fehlender Planungssicherheit
Trotz der Investitionen sieht das Bezirksamt die Kürzungen im KSSP kritisch. Die ohnehin knappen Mittel für Sanierungen stünden einer hohen baulichen Nachfrage gegenüber. Zudem erschwerten Unsicherheiten über die künftige Finanzierung die langfristige Planung erheblich und führten zu zusätzlichem Verwaltungsaufwand. Wie hoch der gesamte Sanierungsbedarf aller Spielplätze im Bezirk ist, kann das Bezirksamt derzeit nicht beziffern .
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