In Mahlsdorf fragen sich Anwohner, warum auf einer Baustelle an der Straßenecke Wilhelmsmühlenweg / Neuenhagener Straße keine Arbeiten stattfinden, obwohl der Kreuzungsbereich teilweise seit Wochen gesperrt ist. Ein Anwohner hat uns über unser „Kiezreporter-Formular“ darauf aufmerksam gemacht, und wir haben bei den Verantwortlichen zu den Hintergründen nachgehakt. Darunter die Verkehrsinformationszentrale Berlin, die Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf, Nadja Zivkovic, und der Pressesprecher der Berliner Wasserbetriebe, Stephan Natz.
Eine Anfrage bei der Verkehrsinformationszentrale Berlin ergab zunächst, dass zu dieser Baustelle keine Informationen vorliegen. Die Mitarbeiter der Verkehrsinformationszentrale Berlin verwiesen auf das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf.
Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf, Nadja Zivkovic, erklärte dazu: „Grundsätzlich handelt es sich um eine Maßnahme der Berliner Wasserbetriebe, notwendig wegen eines Rohrbruchs. Jedoch haben die BWB bisher keine verkehrsrechtliche Anordnung (VRAO) durch die Senatsverwaltung erhalten. Dennoch haben die BWB bereits vorsorglich abgesperrt. Unser SGA hat jetzt mit den BWB besprochen, dass wir das so nicht dulden können und bauen die Sperrung ab. Sie wird aber wieder eröffnet, wenn die VRAO von der Senatsverwaltung vorliegt.“

Laut Stephan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe, handelt es sich um einen Schaden mit großen Auswirkungen. Am 1. September brach ein Trinkwasserrohr aus dem Jahr 1938 an der Straßenecke Wilhelmsmühlenweg/Neuenhagener Straße. Obwohl es sich um ein vergleichsweise kleines Rohr handelt, führte der Schaden zu umfangreichen Maßnahmen. Das Rohr wurde an beiden Enden der Schadensstelle abgedichtet, sodass alle Anwohner weiterhin mit Wasser versorgt sind. Bereits am 2. September wurde die Baufirma LTG mit der Reparatur beauftragt. Die Reparatur umfasst jedoch mehr als nur die Schadensstelle: Das gesamte Leitungskreuz unter der Kreuzung, einschließlich eines Schieberkreuzes, muss erneuert werden, was etwa 30 Meter Rohraustausch bedeutet.

Derzeit laufen noch Abstimmungen zwischen dem Straßen- und Grünflächenamt, der BVG und den Berliner Wasserbetrieben über notwendige Umleitungen und die Art der Wiederherstellung der Straße. Da die Straße aus Beton besteht, könnten lange Aushärtezeiten erforderlich sein, falls sie in ihrer ursprünglichen Form wiederhergestellt werden soll. Solange diese Planungen nicht abgeschlossen sind, steht ein konkreter Baustart noch nicht fest, und die Absperrung wurde daher vorübergehend beiseite geräumt.
Die eigentlichen Bauarbeiten werden voraussichtlich vier bis fünf Wochen dauern, da in der Kreuzung viele Leitungen und Kabeltrassen verlaufen, die einen hohen Anteil an Handarbeit erfordern, statt mit dem Bagger. Sollte das Straßen- und Grünflächenamt auf einer Wiederherstellung der Straße in Beton bestehen, könnte sich die Bauzeit durch die notwendige Aushärtezeit noch weiter verlängern.
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Fotos: © Marzahn-Hellersdorf.com

