25. September 2024

Mahnwache in Marzahn: ADFC Berlin, Changing Cities, Fuss e.V. und VCD Nordost gedenken verstorbenem Senior nach Verkehrsunfall

Am 20. September 2024 ereignete sich in Marzahn ein tragischer Verkehrsunfall, bei dem ein 85-jähriger Fußgänger ums Leben kam. Der Senior wurde beim Überqueren der Mehrower Allee von einem Auto erfasst und erlitt dabei schwere Kopfverletzungen. Trotz schneller medizinischer Hilfe erlag der Mann wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen, Marzahn-Hellersdorf LIVE berichtete darüber.

In Gedenken an das Unfallopfer und um ein Zeichen für mehr Verkehrssicherheit zu setzen, laden der ADFC Berlin, Changing Cities, Fuss e.V. und der VCD Landesverband Nordost zu einer Mahnwache ein. Diese findet am kommenden Samstag, dem 28. September, um 16 Uhr an der Unfallstelle Mehrower Allee/Sella-Hasse-Straße statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, gemeinsam innezuhalten und der Opfer des Straßenverkehrs zu gedenken.


🗓 Datum: Samstag, 28. September
Uhrzeit: 16:00 Uhr
📍 Ort: Unfallstelle Mehrower Allee/Sella-Hasse-Straße, Marzahn


Leserbrief

Von: ADFC-Stadtteilgruppe Wuhletal, Fridays for Future Marzahn-Hellersdorf, Netzwerk Fahrradfreundliches Marzahn-Hellersdorf

Bei einem tragischen Unfall an der Bushaltestelle an der Mehrower Allee/Sella-Hasse-Straße in Marzahn wurde ein Fußgänger tödlich verletzt. Dieser Unglücksfall ist nicht nur eine menschliche Tragödie, er wirft erneut ein Schlaglicht auf die gravierenden Sicherheitsmängel an dieser Kreuzung. Weder eine Ampel noch ein Zebrastreifen schützen die Schüler:innen des nahegelegenen Tagore-Gymnasiums dort vor den Gefahren des Straßenverkehrs, ebenso wie die Anwohner:innen, die etwa von der nördlichen Straßenseite auf dem Weg zu Arztpraxen und Einkaufsmöglichkeiten auf der südlichen Seite sind.

Die Vorschriften im Berliner Mobilitätsgesetz und in der Straßenverkehrsordnung (StVO) sind da, um Unfälle wie diesen zu verhindern. Umso enttäuschender ist die Haltung insbesondere von CDU-Politiker:innen, die an dieser Stelle nicht eingreifen wollen, weil sie befürchten, den Autoverkehr zu behindern. Am Verkehr nehmen aber alle teil, egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder einem Auto. Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum die Sicherheit aller Fußgänger:innen hier dem reibungslosen Auto-Verkehrsfluss untergeordnet wird.  Auch die Ankündigung durch Verkehrsverwaltungen auf allen Ebenen, man wolle sichere Schulwege nur an Grundschulen minimal umsetzen, lässt außer Acht, dass gemäß dem Berliner Mobilitätsgesetz die Wege zu allen Schulen sicher gestaltet, werden müssen – und das gilt nicht nur für die letzten Meter vor der Schule.

Es ist höchste Zeit, dass diese gefährliche Kreuzung entschärft wird. Das Aufstellen einer Ampel oder zumindest eines Zebrastreifens, auch schnell als Popup-Variante, könnte eine einfache und wirkungsvolle Maßnahme sein, um die Sicherheit zu erhöhen und weitere tragische Unfälle zu verhindern. Im Interesse der Schulgemeinschaft, der Eltern und der Anwohner:innen fordern wir die zuständigen Behörden auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen, bevor noch mehr Menschenleben unnötig aufs Spiel gesetzt werden.

Informationen: ADFC Berlin, Changing Cities, Fuss e.V., VCD Landesverband Nordost

Titelbild: © John Boutin

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