Ein bedeutender Ort der Berliner Geschichte erhält eine neue, zeitgemäße Informationstafel: Am Mittwoch, den 7. Mai 2025 um 12:30 Uhr, wird an der Gedenkstätte „21. April 1945“ in der Landsberger Allee 563 die neue Tafel im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung feierlich eingeweiht, teilt das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf mit.
Initiiert von der Kommission Gedenkorte des Bezirks Marzahn-Hellersdorf, entstand die Tafel im Zuge der Sanierung des angrenzenden Gebäudes – bekannt als „Haus der Befreiung“. Dieses wurde nach umfangreichen Bauarbeiten im Februar 2025 wiedereröffnet und beherbergt heute mehrere soziale Einrichtungen.

Die neue Informationstafel beleuchtet die vielschichtige Geschichte des Ortes: Ursprünglich als Wohnhaus eines Landwirts um 1900 errichtet, wurde der Standort im April 1945 zum symbolträchtigen Schauplatz des Kriegsendes. Verbände der Roten Armee unter Generaloberst Nikolaj Bersarin drangen hier in den Berliner Stadtrand vor – in unmittelbarer Nähe soll das erste sowjetische Sturmbanner auf Berliner Stadtgebiet gehisst worden sein.
In der DDR-Zeit entstand an dieser Stelle ein künstlerisch gestaltetes Gedenkensemble, das die damalige offizielle Erinnerungskultur widerspiegelte. Die neue Tafel ordnet den Ort nun in einen breiteren, differenzierten historischen Kontext ein – mit dem Ziel, insbesondere jüngere Generationen für die Geschichte und ihre Auswirkungen zu sensibilisieren.

Zur Einweihung sprechen Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic sowie Dr. Claudia Buchwald, Leiterin des Bezirksmuseums Marzahn-Hellersdorf, die die historische Bedeutung des Projekts einordnet. Die Umsetzung wurde durch Mittel der Kommission Gedenkorte ermöglicht.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Einweihung teilzunehmen.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

