Am Sonntag, dem 27. April 2025, eröffnet im Schloss Biesdorf eine außergewöhnliche Ausstellung, die den Blick auf weibliche Perspektiven in der Kunstgeschichte der DDR lenkt – und darüber hinaus.
Unter dem Titel „Worin unsere Stärke besteht – to be continued“ zeigt das Schloss Werke von Künstlerinnen, die vor dem Mauerfall in der DDR geboren wurden. Die Ausstellung versammelt Arbeiten unterschiedlicher Generationen und Stile – von figurativ bis abstrakt –, verbunden durch ein gemeinsames Thema: die Auseinandersetzung mit Herkunft, Identität und gesellschaftlichen Strukturen.
Zu sehen sind unter anderem Werke von Doris Kahane, Sabina Grzimek und Emerita Pansowowa, die auf subtile Weise das staatlich geprägte Bild des „sozialistischen Menschen“ hinterfragen. Gabriele Worgitzki bringt mit ihrem Werkzyklus zur Ausreise ihrer Familie eine autobiografische Perspektive ein. Zeitgenössische Reflexionen über Selbstverortung in einer globalisierten Welt liefern Barbara Lüdde und Ulrike Theusner mit eindrucksvollen Positionen zur Ich-Bildung und gesellschaftlichen Entfremdung.

Kuratiert von Andrea Pichl, ist die Ausstellung eine Fortsetzung ihrer 2022 gezeigten Werkschau. In Kooperation mit dem Museum Utopie und Alltag – Kunstarchiv Beeskow, das bedeutende DDR-Kunstbestände verwahrt, richtet sie den Fokus bewusst auf weibliche Stimmen, die in musealen Kontexten oft unterrepräsentiert sind.
Die Ausstellung läuft bis zum 20. Juli 2025. Der Eintritt ist frei.
Ausstellungsort:
Schloss Biesdorf
Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin
www.schlossbiesdorf.de
Öffnungszeiten:
täglich 10:00–18:00 Uhr
freitags 12:00–21:00 Uhr
dienstags geschlossen
Barrierefreiheit:
Zugang zum Schloss und WCs rollstuhlgerecht. Barrierefreie Parkeingänge: Parkweg, Blumberger Damm, S-Bahnhof Biesdorf.
Anfahrt ÖPNV:
S-Bahnlinie S5 – Biesdorf
U-Bahnlinie U5 – Elsterwerdaer Platz
Diese Ausstellung ist mehr als eine historische Rückschau – sie ist ein lebendiges Zeugnis weiblicher Selbstbehauptung, künstlerischer Reflexion und gesellschaftlicher Transformation. Ein Besuch lohnt sich!
Titelbild: © Barbara Lüdde

