Sammelspendenbetrug

Sammelspendenbetrüger in Marzahn-Hellersdorf unterwegs

Auffällig, selbstbewusst und wie selbstverständlich treten die Sammelspendenbetrüger auf. Zuletzt tauchten die Betrügerbanden in Marzahn-Hellersdorf mit der “Gehörlosenenmasche” auf. Besonders in der warmen Jahreszeit häufen sich die Spendensammler im Marzahner/Hellersdorfer Stadtbild. Nicht alle Spendensammler sind im Namen der sozialen Unterstützung unterwegs.

Seriöse Spendensammler können in der Regel auf Verlangen einen Ausweis ihrer Organisation vorzeigen, fragen Sie danach. Gesehen wurden dubiose Sammelspendenbetrüger zuletzt im Einkaufszentrum Helle Mitte, Spreecenter und in der Nähe des Eastgate Berlin. Im Eastgate Berlin haben die Betrüger kaum eine Chance, da der hauseigene Sicherheitsdienst im Eastgate Berlin sie bei bekannterden aus dem Einkaufszentrum schmeißt. Das ist bei den anderen Einkaufszentren anders. Dort haben die Trickbetrüger leichtes Spiel. Geschnappt werden sie selten.

Zum einen informieren noch immer zu wenige Passanten die Polizei und zum anderen wissen viele Angesprochene Passanten gar nicht, dass sie Opfer eines Trickbetruges geworden sind. Als die gehörlosen Spendensammler im Spreecenter angesprochen wurden, hatten sie es plötzlich sehr eilig. Wenn die Polizei dann nicht unmittelbar vor Ort ist, ist es nahezu unmöglich die Betrüger zu schnappen. Später wurden sie auf dem Cecilienplatz gesehen, bevor sie dann gänzlich verschwanden.

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© Polizei Berlin

Die verwendeten, in unvollständigem Deutsch und schlecht kopierten Unterschriftenlisten sind bei den Unterschriftensammlungen nur der Vorwand, um die meist älteren Leute um Geldspenden zu bitten. Die Sammelspendenbetrüger – meist aus dem osteuropäischen Ausland – halten sich in der Regel nicht lange an einem Ort auf und wechseln stehts die Tatorte, ohne dabei einen erkennbaren Hotspot zu bilden. Vorrangig vor Geschäften und auf Gehwegen werden Passanten kontaktiert, wie die Polizei Berlin bestätigt.

Die meist jungen Männer sind sportlich gekleidet und agieren meist in einer größeren Personengruppe.

In Marzahn-Hellersdorf wurden in den vergangenen vier Wochen, mit Stand vom 30.07.2020, insgesamt drei Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Spendensammelbetruges eingeleitet, so die Polizei Berlin auf Anfrage von Marzahn-Hellersdorf LIVE.

Die festgestellten rumänische Staatsbürger erhielten eine Anzeige.

Sicherheitshinweise

Sollten Sie in einem Einkaufszentrum oder vor einem Geschäft auf eine größere Personengruppe treffen, die Ihnen nicht geheuer vorkommt, gehen Sie der Personengruppe aus dem Weg. Lassen Sie sich nicht “ansprechen” oder in ein Gespräch verwickeln und bleiben Sie nicht stehen. Bitte unterschreiben Sie nicht in den Spendenlisten. Sollten Sie in eine bedrängende Situation geraten, dann achten Sie insbesondere auf ihre Geldbörse. Ihre Wertsachen sollten keinesfalls “griffbereit” in der hinteren Hosentasche, Jackentasche oder Brusttasche sein. Sicherer ist es, die Wertsachen in einer Tasche vor der Brust zu tragen. Texte in schlechtem Deutsch können auf einen nicht seriösen Spendensammler hinweisen.

Sollte Ihnen eine solche Situation in Marzahn-Hellersdorf begegnen und Sie haben das Gefühl, dass es sich um Sammelspendenbetrüger handeln könnte, dann informieren Sie in Marzahn den Polizeiabschnitt in der Cecilienstraße unter 030 4664-662700 oder in Hellersdorf Heinrich-Grüber-Straße 030 4664-663700. Sollte kein Notfall vorliegen, blockieren Sie bitte nicht den Notruf.

Passen Sie auf sich und Ihre Mitmenschen auf!

ℹ️ Dieser Text wurde am 14. September 2020 aktualisiert

Taubstumme Spendenbetrüger – Hoppegarten

Am Mittwoch, gegen Mittag, wurde die Polizei Brandenburg zu einem Discounter nach Hoppegarten alarmiert. Vor Ort sollen zwei “taubstumme” Sammelspendenbetrüger vorrangig ältere Leute angesprochen haben. Noch bevor die Polizei am Discounter eintraf, waren die Tatverdächtigen bereits in einem VW geflüchtet. Bei einer Nahbereichsabsuche konnte der VW mit drei Insassen angehalten werden. Die 21-Jährige sowie zwei 20- und 24-jährigen Männer konnten mit den Einsatzkräften deutlich mit “hören und sprechen” kommunizieren.

Die drei Tatverdächtigen erhielten je eine Anzeige wegen Betruges. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Symbolbild