Weißenhöher Straße

Neubau Stadtquartier “Gut Alt-Biesdorf” Stawesdamm

Auf dem ehemaligen Vierseithof auf dem Gut Alt-Biesdorf soll auf 30.000 m² ein neues Stadtquartier entstehen. Es wird seit Herbst 2018 gebaut. Bis Jahresmitte 2021 entstehen 515 Wohnungen, davon 199 sozialgeförderte Wohnungen (WBS) mit einer Sozialförderung von 40% und einer möglichen Nettokaltmiete von 6,50€ – 11,75€ pro m². Zukünftig soll das entstehende Stadtquartier das neue Zuhause von 1.000 Menschen werden. Das Mieterklientel soll sich generationsübergreifend von dem Neubau angesprochen fühlen.

Weißenhöher Straße – Stawesdamm – Alt-Biesdorf

Geschichtliches zum Gut Alt-Biesdorf

7.000 v. Chr. kam es in Biesdorf zu ersten vereinzelten Siedlungen. Ab 1.000 v. Chr. wurde das heutige Biesdorf dauerhaft besiedelt. 1539 wurde Biesdorf die Mutterkirche vom Nachbardorf Kaulsdorf, später auch vom Dorf Mahlsdorf. 1885 wird an der Königlichen Ostbahn der Bahnhof Biesdorf eröffnet. 1900 verstärkt sich in Biesdorf die Siedlungstätigkeit. Die ersten Gas- und Wasseranschlüsse wurden 1904 installiert, 1914 kam dann auch die Stromversorgung dazu. 1920 wird das Dorf Biesdorf in den Bezirk Lichtenberg eingemeindet. 1927 kauft die Stadt Berlin das Gut, Park und Schloss Biesdorf für 6 Millionen Mark. Ab 1928 fuhr die erste elektrische S-Bahn in Biesdorf. Im Schloss Biesdorf wurden in der unteren Etage Diensträume der Polizei eingerichtet. 1945 wurde Fritz Dzyck von der Besatzungsmacht nach dem Krieg als Bürgermeister in Biesdorf eingesetzt. 1977 wird das seit 20 Jahren kulturell genutzte Schloss Biesdorf und der Schlosspark unter Denkmalschutz gestellt. 1979 wird das Dorf dem neuen Bezirk Marzahn zugehörig. 1993 wird der rekonstruierte Schlosspark Biesdorf , einschließlich Teich, Eiskeller und Parkbühne wieder eröffnet. 1999 wurden in Biesdorf Süd bei archäologischen Grabungen Funde gemacht, die bis zu 9.000 Jahre zurückreichen. im Jahr 2001 wird das Dorf Biesdorf im Rahmen der Bezirksfusion dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf zugehörig. 2003 eröffnete das BMW Autohaus am Blumberger Damm. Beinahe zeitlich öffnete das Biesdorf-Center. 2008 eröffnete das Bürgeramt Biesdorf. 2016 wurde das Schloss Biesdorf denkmalgerecht saniert und das im zweiten Weltkrieg abgebrannte Obergeschoss erweitert.

Das Stadtquartier Gut Alt-Biesdorf ©Marzahn-Hellersdorf LIVE

Das Bauvorhaben & die fußläufige Umgebung

Bis zur Jahresmitte 2021 entstehen auf dem alten Gut-Biesdorf 515 Wohnungen. Gebaut werden dreigeschossige- sowie fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser, die sich in das neue Wohnviertel optisch einpassen. Drei denkmalgeschützte Gebäude bleiben auf dem Gut Biesdorf erhalten, dazu zählen der Pferdestall (Haus 4021) und Speicher (Haus 4020) 1888 von Maurermeister Wilhelm Liesegang gebaut und ein Kuhstall (Haus 4012) im Jahr 1902 von Werner von Siemens errichtet und von Karl Janisch konstruiert. Die drei denkmalgeschützten historischen Gebäude sollen zukünftig gewerblich genutzt werden. Als wichtigste Naherholung ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Schloßpark mit seinem Schloss Biesdorf. In der Nähe befinden sich der Landschaftspark Wuhletal und der Wuhlegarten. Unweit des Gut Biesdorf ist der Tierpark Berlin zeitnah zu erreichen.

ÖPNV – Öffentliche Verkehrsmittel / Verkehr

Der fußläufig erreichbare U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz hat eine umfangreiche Verkehrsanbindung. Es verkehren die U-Bahnlinie U5 sowie die Busse X69, 108, 169, 190, 398, ein Nachtbus der Linie N69. Weitläufig erreichbar ist die S-Bahnlinie S5. Direkt vor der Haustür befindet sich die Bundesstraße 1, eine Verbindung zwischen Brandenburg und Fahrtrichtung Stadtmitte Alexanderplatz.

Das Stadtquartier, Wohnungsangebot & Mietpreise

Das Biesdorfer Stadtquartier erhält 159 Parkplätze sowie 109 Tiefgaragenplätze, das entspricht 1 Parkplatz pro 2 Wohnungen, 172 barrierefreie Wohnungen entstehen, wovon 5 Wohnungen rollstuhlgerecht sind. Das Stadtquartier hat 37 Hauseingänge, 15 davon mit Aufzug. Auf dem zentralen Quartiersplatz entstehen Freizeitbereiche sowie Spielmöglichkeiten für Kinder, zusätzlich entstehen 2 Spielplätze. Für die Radfahrer wird es Parkmöglichkeiten im Außenbereich geben sowie teilunterkellerte Fahrradräume. Jede Wohnung wird einen Balkon erhalten. Erdgeschosswohnungen erhalten einen Mietergarten. Ein kleiner moderner Luxus ist eine Fußbodenheizung. Das Stadtquartier erhält ein eigenes Blockheizkraftwerk für eine nachhaltige ökologische Energieversorgung. Für ein Teil der Mieter wird der Blick auf das historische und geschichsträchtige Schloss Biesdorf möglich sein.

Die 1-5 Zimmerwohnungen haben eine Größe von 30-135m². Von den 144 1-Zimmerwohnungen sind 57 sozialgefördert und haben eine Größe von 30-53m². Die Kaltmiete beträgt bei maximal 11,75€/m² höchstens 620€. Von den 151 2-Zimmerwohnungen werden 64 sozialgefördert und haben eine Größe von 45-76m². Die Kaltmiete beträgt bei maximal 11,75€ höchstens 890€. Von den 182 3-Zimmerwohnungen werden 62 sozialgefördert und haben eine Größe von 58-106m². Die Kaltmiete beträgt bei maximal 11.50€ höchstens 1.200 €. Von den 36 4-Zimmerwohnungen werden 16 sozialgefördert und haben eine Größe von 82-135m². Die Kaltmiete beträgt bei maximal 11.35€ höchstens 1.530€. Die einzigen 2 5-Zimmerwohnungen sind nicht sozialgefördert und haben eine Größe von 119-132m². Die Kaltmiete beträgt bei maximal 11.20€ höchstens 1.500€.

Foto 1: Kuhstall, 1902, Autobahnmeister, Foto 2: Pferdestall und Speicher, 1888Angela M. Arnold (=44penguins),

Baufertigstellung & Einzug

Die ersten 382 Wohnungen werden zum 1. November 2020 und 1. Dezember 2020 terminiert und bezugsfertig, die verbleibenden 133 Wohnungen zum 1. Juli 2021.

Der Vermieter ist Stadt und Land Wohnbauten Gesellschaft mbH

Titelbild: Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin Marzahn-Hellersdorf; Vincent L.M. Mulder, Geschäftsführer Kondor Wessels; Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin; Dr. Christoph Landerer, STADT UND LAND-Aufsichtsratsvorsitzender; Ingo Malter, Geschäftsführer STADT UND LAND

Bildnachweise im Beitrag: Visualisierung-Gesamtgesellschaft mbH, Kuhstall_Außenansicht_Tageslicht©DForm, Stadt und Land, Euroluftbild Robert Grahn