Heute Mittag kam es in Marzahn zu einem dramatischen Unglück: Gegen 11.30 Uhr stürzte in der Kienbergstraße ein Mann aus dem Fenster eines Hochhauses. Augenzeugen alarmierten umgehend die Rettungskräfte, die Polizei sperrte die Einsatzstelle sofort ab. Rettungskräfte und ein Notarzt waren schnell vor Ort, doch die Reanimationsversuche blieben ohne Erfolg – der Mann verstarb noch am Einsatzort.
Die Hintergründe des Vorfalls sind derzeit unklar, die Kriminalpolizei hat jedoch umgehend Ermittlungen aufgenommen. Nach Aussagen einer Anwohnerin soll es sich bereits um mindestens den achten Fenstersturz in diesem Jahr in demselben Gebäude handeln. Ein Suizid kann augenscheinlich nicht ausgeschlossen werden.
Warum wir in diesem Fall darüber berichten
Als Newsblog berichten wir grundsätzlich nur sehr zurückhaltend über mögliche Suizidfälle, um Nachahmungseffekte und unnötige Sensationalisierung zu vermeiden. Unser Leitgedanke ist es, die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu wahren. In diesem Fall haben wir uns jedoch bewusst dafür entschieden, den Vorfall zu thematisieren, weil eine Häufung von ähnlichen Ereignissen in demselben Wohnhaus passiert sind. Durch die Berichterstattung möchten wir auf das Problem hinweisen und Menschen sensibilisieren, die möglicherweise selbst gefährdet sind oder in ihrem Umfeld Anzeichen für eine seelische Krise wahrnehmen.
Hilfsangebote für Suizidgefährdete
Wenn Sie selbst Suizidgedanken haben oder befürchten, jemand in Ihrem Umfeld könnte gefährdet sein, zögern Sie nicht, Hilfe zu suchen. Es gibt rund um die Uhr kostenfreie und anonyme Beratungsangebote:
- Telefonseelsorge
Kostenfreie Rufnummern: 0800 111 0 111 o. 0800 111 0 222
Online-Beratung und Chat: www.telefonseelsorge.de
Die Telefonseelsorge ist an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden täglich erreichbar.
- Berliner Krisendienst
Telefon: 030 390 63 00 (24 Stunden täglich)
Bietet akute Hilfe in Krisensituationen und Unterstützung bei psychischen Notlagen.
- Hilfetelefon „Nummer gegen Kummer“ (für Kinder und Jugendliche)
Kostenfrei: 116 111
Telefonische Beratung für junge Menschen, anonym und vertraulich.
- Arzt oder Psychotherapeut
Bei anhaltenden depressiven Phasen oder Suizidgedanken sollten Betroffene unbedingt ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.
- Notaufnahmen in Krankenhäusern
Psychosoziale Nothilfenummern in Berlin
In akuten Krisen können Sie sich jederzeit an die Notaufnahme eines Krankenhauses wenden.
Bitte denken Sie daran: Sie müssen nicht alleine bleiben. Wenn Sie sich selbst oder andere in Gefahr sehen, holen Sie sich umgehend professionelle Hilfe oder sprechen Sie mit einer vertrauten Person.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

