Berlin baut Brücken! Der Abbau des Instandsetzungsrückstaus an Berlins Verkehrsinfrastruktur wird weiter konsequent vorangetrieben.
Mit der heutigen Verkehrsfreigabe der Südlichen Blumberger-Damm-Brücke in Biesdorf steht eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen im Bezirk wieder vollständig zur Verfügung. Die Brücke stellt eine zentrale Nord-Süd-Achse zwischen Landsberger Allee und der Bundesstraße B1/5 dar und gewährleistet besonders die zuverlässige Anbindung des Unfallkrankenhauses Berlin (UKB).
Zur feierlichen Eröffnung waren Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU), Bezirksstadträtin Juliane Witt (Linke) sowie Wirtschaftsstaatssekretär Michael Biel (SPD) vor Ort. Im Zuge des Neubaus wurden zudem die Ampelanlagen an den angrenzenden Kreuzungen neu programmiert und für einen besseren Verkehrsfluss optimiert.

Der Ersatzneubau war aufgrund des erheblichen Bauwerksschadens zwingend erforderlich. Das Vorgängerbauwerk aus dem Jahr 1987 wies gravierende Materialschäden durch Spannstahlkorrosion auf – betroffen war insbesondere der sogenannte Hennigsdorfer Spannstahl, der deutschlandweit für Sanierungsfälle verantwortlich ist. Eine Instandsetzung hätte laut Senatsverwaltung weder technisch noch wirtschaftlich vertretbar umgesetzt werden können.
Bezirksstadträtin Juliane Witt zur Verkehrsfreigabe Südliche Blumberger Damm Brücke
Die Bauarbeiten erfolgten von 2021 bis 2025 unter laufender Verkehrsführung. Dabei kamen erstmals in Berlin vorgespannte Doppelverbundträger zur Anwendung – eine Konstruktion für hohe Tragfähigkeit bei schlankem Baudesign. Die veranschlagten Baukosten von rund 19,3 Millionen Euro wurden eingehalten, teilweise sogar unterschritten. Finanziert wurde das Projekt mit Unterstützung von Bundesmitteln aus der Wirtschaftsförderung zur Verbesserung des regionalen Wirtschaftsverkehrs.

Die neue Brücke ist zugleich ein klares Bekenntnis zu sicherer und nachhaltiger Mobilität. Breitere Radfahrstreifen, barrierefreie Gehwege und die verbesserte Anbindung an den unterhalb verlaufenden Wuhlgartenweg tragen zu mehr Verkehrssicherheit bei – auch im Hinblick auf den angrenzenden Radfernweg R1. Ergänzend wurden die Signal- und Verkehrsanlagen an den Kreuzungen Altentreptower Straße und Frankenholzer Weg durch die GB infraSignal GmbH modernisiert. Neue Radfahrampeln, optimierte Querungsmöglichkeiten sowie eine koordinierte Ampelsteuerung verbessern die Verkehrsflüsse für alle Verkehrsteilnehmer.
Impressionen von der Freigabe
Pfusch am Bau, laut Facebookkommentare
Während der Bauzeit hatten vereinzelt Kommentare in sozialen Netzwerken Spekulationen über „Pfusch am Bau“ entfacht. Diese weist die Senatsverwaltung jedoch entschieden zurück. In einer schriftlichen Stellungnahme erläutert Michael Herden von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt:
„Die Bauarbeiten im Leitungs-, Tief- und Straßenbau müssen in mehreren Bauabschnitten und Teilflächen ausgeführt werden. Nur durch diese Bauabfolge können die bestehenden Verkehrsbeziehungen, insbesondere zum Unfallkrankenhaus, während der Bauzeit aufrechterhalten bleiben. (…) Das eigentliche Brückenbauwerk ist bereits seit Dezember 2024 fertiggestellt. (…) Zusammenfassend: Es hat alles seine Richtigkeit und es gibt keine Probleme.“
Noch ausstehende Markierungsarbeiten und Straßenanpassungen in Teilbereichen werden in den kommenden Wochen abgeschlossen. Ab heute steht jedoch die volle Leistungsfähigkeit der neuen Brücke zur Verfügung.

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Heute sehen wir, dass es sich gelohnt hat, groß zu denken. Der komplette Abschnitt wurde grundhaft erneuert – mit neuen Fahrbahnen, modernen Bushaltestellen, erneuerten Leitungen und vor allem mit sicheren, beidseitigen Radverkehrsanlagen. Wir investieren hier in Zukunftsfähigkeit. Und wir haben gezeigt: Wenn alle an einem Strang ziehen, können Bauzeit und Kostenrahmen eingehalten – ja sogar unterschritten werden.“

Juliane Witt, Bezirksstadträtin für Soziales und Bürgerdienste: „Die Brücke am Blumberger Damm ist eine wichtige Verkehrsader in unserem Bezirk. Trotz der umfangreichen Bauarbeiten konnte der Verkehr größtenteils fließen, aber es ist trotzdem eine große Erleichterung, dass der Neubau jetzt fertig ist. Besonders freut mich, dass die Anbindung an die nahegelegenen medizinischen Versorgungszentren – wie das Unfallkrankenhaus Berlin, die Augenklinik und die Geriatrische Klinik – deutlich besser geworden ist. Auch die Radwege und der Gehweg, die vorher eher unsicher und unübersichtlich waren, sind jetzt neugestaltet und sicherer für alle.“
Impressionen aus dem Jahr 2023
Mit dem Abschluss dieses Großprojekts zeigt der Bezirk deutlich: Investitionen in moderne Infrastruktur sind unverzichtbar für eine wachsende Stadt – für Sicherheit, Erreichbarkeit und Lebensqualität.
Informationen zum Bauprojekt.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

