Elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamts sind in Marzahn-Hellersdorf als sogenannte Waste-Watcher ausgebildet oder für eine Ausbildung vorgesehen – das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Schriftliche Anfrage des CDU-Abgeordneten Lars Bocian hervor. Vier dieser Kräfte wurden bereits 2024 qualifiziert, drei weitere 2025. Vier zusätzliche Plätze sind für die laufenden Kurse im Zeitraum 7. Mai bis 15. Juni 2026 eingeplant.
Die Waste-Watcher sind speziell geschulte Mitarbeiter des Allgemeinen Ordnungsdienstes (AOD), die nach einer viertägigen Ergänzungsqualifizierung an der Verwaltungsakademie Berlin gezielt gegen illegale Müllablagerungen im öffentlichen Raum vorgehen. Ihre Einsätze finden teils in Zivilkleidung statt. Berlinweit wurden seit 2024 insgesamt 118 Waste-Watcher ausgebildet oder sind in Planung.
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Neben diesen spezialisierten Kräften erhielt Marzahn-Hellersdorf bereits 2018 im Rahmen der Senatsmaßnahme „Saubere Stadt“ fünf zusätzliche reguläre AOD-Stellen. Hinzu kommen befristete Positionen aus dem Sicherheitsgipfel sowie der Zielvereinbarung „Sauberkeit und Ordnung“ – jeweils zwei pro Bezirk – und zwei weitere Stellen aus dem Doppelhaushalt 2026/27, alle befristet bis Ende 2027.
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Trotz der Personalaufstockung kämpft der Senat nach eigenen Angaben mit erheblichen Besetzungsproblemen. Weil der Doppelhaushalt erst am 18. Dezember 2025 verabschiedet wurde, hatten viele befristet beschäftigte AOD-Kräfte bis dahin auf unbefristete Stellen oder in andere Branchen gewechselt. Neukräfte müssen vor ihrem Einsatz eine 14,5-wöchige Grundqualifizierung absolvieren, was zu zeitlichen Verzögerungen führt. Der Senat empfiehlt als wirksamste Lösung die Entfristung der 68 befristeten Beschäftigungspositionen, um die Stellen attraktiver zu machen.
Die Waste-Watcher sammeln keinen Müll ein – das ist ausdrücklich nicht ihre Aufgabe. Sie kontrollieren und ahnden Ordnungswidrigkeiten, wobei je nach Schwere Verwarngelder oder Bußgelder verhängt werden. Schwerpunkteinsätze finden an sogenannten Hotspots statt, an denen es besonders häufig zu illegalen Ablagerungen kommt. Bürgerinnen und Bürger können Verunreinigungen über die App „Ordnungsamt-Online“ melden.
Die Kosten für die Beseitigung illegaler Müllablagerungen in ganz Berlin beliefen sich im Jahr 2025 auf rund 13,1 Millionen Euro, die allein der BSR entstanden sind.
Ehrenamtliche Initiativen wie Clean-Up-Aktionen werden von den Bezirken und der BSR unterstützt. Die BSR stellt dabei Material wie Müllsäcke, Greifzangen und Westen zur Verfügung und übernimmt die Entsorgung. 2025 förderte sie berlinweit mehr als 900 solcher Aktionen.
In Marzahn-Hellersdorf sammelt die ehrenamtliche Müllsammelinitiative „Clean up MaHe“ regelmäßig Müll. Der nächste Termin ist bereits kommenden Sonntag, 7.6.2026 um 14 Uhr: Treffpunkt ist am U-Bhf Louis-Lewin-Straße. Zur Veranstaltungsinformation.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️




