Das seit fast einem Jahrzehnt leerstehende „Haus der Gesundheit“ am „Forum Kienberg“ in Hellersdorf könnte bald eine umfassende Wiederbelebung erfahren. Das Gebäude, das seit 2014 aufgrund von brandschutzrechtlichen Mängeln nicht mehr genutzt wird, stand lange im Zentrum von Finanzierungsdebatten und ungewisser Zukunft, berichtet der Abgeordnete Alexander J. Herrmann in einem Infoflyer.
Historisch gesehen bot das „Haus der Gesundheit“ wichtige Gesundheitsdienstleistungen für die Bewohner von Marzahn-Hellersdorf. Ältere Bewohner des Bezirks kennen das Haus noch, als es klassenweise zur eigenen Schulzeit zum Schulzahnarzt ging. Aufgrund mangelnder finanzieller Mittel und der komplizierten Bürokratie war eine Sanierung lange Zeit unerreichbar. Nachdem der RGR-Senat einen Antrag auf Finanzierung ablehnte, schlug das damalige Bezirksamt im Sommer 2021 vor, das Grundstück an die landeseigene Gesobau AG zu übergeben – Planungen für Geschosswohnungsbau standen zeitweise im Raum. Das hätte bedeutet, dass der Gesundheitskomplex ersatzlos gestrichen worden wäre und das in einem wachsenden Bezirk, der sich mit massiven Zuzügen konfrontiert sieht. Stichwort: Gesundheitsinfrastruktur!





Dieser Plan stieß auf Widerstand innerhalb der Gemeinschaft, insbesondere bei Anwohnern und dem Bundestagsabgeordneten Mario Czaja, die die Priorisierung von mehr Wohnraum aufgrund fehlender sozialer Infrastruktur und planungsrechtlicher Bedenken kritisierten. Sie setzten sich für die Erhaltung und Sanierung des Gebäudes ein, mit der Vision, es als kombinierten Gesundheits- und Verwaltungsstandort wiederzubeleben, wie einem Infoflyer von Alexander J. Herrmann, Abgeordneter für Kaulsdorf-Nord und Hellersdorf-Süd, zu entnehmen ist.

Die Wende kam, als die neuen privaten Betreiber (seit 2020) des Forum Kienberg ihr Interesse bekundeten, sich am Projekt zu beteiligen. Sie schlugen vor, neben dem „Haus der Gesundheit“ ein neues, 9-geschossiges Gebäude zu errichten, das die funktionale und ästhetische Erneuerung des Areals unterstützen würde. Geplant ist eine Nutzungsmischung aus Verwaltungsbüros, medizinischen Praxen, physiotherapeutischen Einrichtungen sowie großzügigen Flächen für Einzelhandel und Dienstleistungen, die dem Gebiet zwischen ALDI, REWE, Kulturforum Hellersdorf und dem „Forum Kienberg“ ein neues Gesicht geben und die lokale Wirtschaft in Hellersdorf-Süd ankurbeln soll.





Zuletzt haben sich die Ehrenamtlichen der Umweltinitiative „Clean up MaHe“ der Verwahrlosung und dem Müllaufkommen rund um das „Haus der Gesundheit“ angenommen, wie Clean up MaHe auf ihrer Webseite berichten. Damit in Verbindung stand eine Müllsammelaktion auf dem benachbarten Mosaikplatz. Am 30. Juni 2024 sammelten engagierte Bewohner des Bezirks zusammen mit den Organisatoren von Clean up MaHe allerhand Müll, vor allem aber auch Sperrmüll, Verpackungsmüll und Glasflaschen in größerer Stückzahl. Clean up MaHe ist mittlerweile erfahren im Umgang mit verlassenen Häusern im Bezirk, denn an der Ruine am Cecilienplatz fanden in der Vergangenheit bereits mehrere Müllsammelaktionen statt. Verlassene Häuser sind in Marzahn-Hellersdorf immer ein Magnet für im Schutze der Dunkelheit illegal abgestellten Sperrmüll.
Das Bezirksamt hat die neuen Pläne für das „Haus der Gesundheit“ wohlwollend aufgenommen und ist bereit, die notwendigen Gespräche mit dem Senat zu führen, um die Umsetzung dieser Vision zu ermöglichen. Die allermeisten Bewohnerinnen und Bewohner in Hellersdorf Süd sind auf die mögliche Realisierung des Vorhabens zweifellos sehr gespannt. Tatsache ist jedoch, dass in den vergangenen zehn Jahren außer ein paar warmen und beruhigenden Worten nichts geschehen ist!
Fotos: © Marzahn-Hellersdorf.com



MCG und blauorange haben überhaupt kein Geld und keine Ideen, ausser Kosmetik und das alte Corso grau anzumalen, wird da nicht viel mehr passieren.