In Marzahn soll an der Allee der Kosmonauten 129 eine neue Wohnanlage mit 180 Einheiten entstehen. Das geht aus einer Schriftlichen Anfrage des Linken-Abgeordneten Kristian Ronneburg an den Senat hervor, die das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf am 7. April 2026 beantwortet hat.
Demnach sind auf dem Grundstück zwei Wohngebäude mit jeweils rund 900 Quadratmetern Grundfläche, sieben Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss geplant.
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Die Baugenehmigung für den Neubau der Wohnanlage wurde bereits am 26. Februar 2026 erteilt. Wann genau die Bauarbeiten beginnen und abgeschlossen sein werden, ist noch offen: Das Bezirksamt verweist darauf, dass der genaue Zeitplan in der Entscheidungsgewalt der Bauherrschaft liege. Voraussetzung für den Baubeginn sei zunächst die Vorlage der geprüften bautechnischen Nachweise.





Mehr als die Hälfte der Wohnungen sozial gefördert
Von besonderer Bedeutung ist der hohe Anteil an gefördertem Wohnraum: 105 der 180 geplanten Einheiten – rund 58 Prozent – sollen als sozial geförderte Wohnungen entstehen. Gewerbeflächen sind auf dem Grundstück nicht vorgesehen.
Kein städtebaulicher Vertrag – Investor trägt keine Infrastrukturkosten
Ein städtebaulicher Vertrag zwischen dem Land Berlin und dem Vorhabenträger wurde nicht geschlossen und ist auch nicht geplant. Begründung: Das Grundstück liegt im Geltungsbereich des § 34 Baugesetzbuch, der die planungsrechtliche Beurteilung anhand der umgebenden Bebauung regelt – auf dieser Grundlage sei der Abschluss eines städtebaulichen Vertrags rechtlich nicht möglich. Damit findet auch das Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung keine Anwendung.
Das hat konkrete Folgen: Der Investor wird weder zur Schaffung von Schul- oder Kitaplätzen verpflichtet noch an den entsprechenden Kosten beteiligt. Laut Bezirksamt wären nach einer internen Hochrechnung auf Basis des Berliner Modells rund 13 Schulplätze und 12 Kitaplätze erforderlich. Diese sollen nach Einschätzung des Bezirks durch bestehende Einrichtungen aufgefangen werden.





Fahrrad statt Tiefgarage
Für den ruhenden Verkehr sind 43 Pkw-Stellplätze im Außenbereich vorgesehen – eine Tiefgarage ist nicht geplant. Demgegenüber fällt das Angebot für Fahrräder deutlich größer aus: 384 Fahrradstellplätze sollen errichtet werden, darunter 20 Plätze für Sonderfahrräder wie Lastenräder. Die ärztliche Versorgung der künftigen Bewohner sieht der Bezirk durch die vorhandene Infrastruktur am Helene-Weigel-Platz als abgedeckt an.
Die Schriftliche Anfrage (Drucksache 19/25635) ist im Dokumentationssystem des Abgeordnetenhauses Berlin einsehbar.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

