Im geplanten Wohnquartier an der Gehrenseestraße / Wollenberger Straße in Hohenschönhausen bleibt Geduld gefragt: Das Bauvorhaben der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE befindet sich weiterhin im Bebauungsplanverfahren – ein tatsächlicher Baustart ist nach aktuellem Stand erst für Oktober 2028 vorgesehen.
Das Projekt ist Bestandteil des Bebauungsplans 11-165 „Quartier Gehrenseestraße/Wollenberger Straße“ (südlicher Teil des Plangebiets). Wie aus einer aktuellen Schriftlichen Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus hervorgeht, wurde Ende 2024 beziehungsweise Anfang 2025 die sogenannte Behördenbeteiligung durchgeführt. Die Auswertung dieser Stellungnahmen sowie die Überarbeitung der Fachgutachten erfolgten im Laufe des Jahres 2025. Eine erneute Beteiligungsrunde der Behörden soll nun zeitnah folgen. Erst danach können weitere formale Schritte wie Offenlage, städtebauliche Verträge und der Satzungsbeschluss eingeleitet werden
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Warum sich der Baubeginn bis 2028 verschiebt
Der vergleichsweise späte Baustart hat vor allem verfahrensrechtliche Gründe: Nach Abschluss des Bebauungsplans muss die HOWOGE zunächst die konkrete Entwurfs- und Objektplanung erarbeiten und anschließend den Bauantrag einreichen – allein dieser Schritt nimmt laut Senatsverwaltung mindestens zwölf Monate in Anspruch. Hinzu kommen umfangreiche bauvorbereitende Maßnahmen, die vor dem eigentlichen Hochbau notwendig sind
Schulen, Kitas, Straßenumbau: Bezirk plant begleitende Infrastruktur
Parallel zum Wohnungsbau sollen auch soziale und technische Infrastrukturen ausgebaut werden. Vorgesehen sind unter anderem:
- der Neubau einer Grundschule
- eine Kindertagesstätte
- öffentliche und private Spielplätze
- der Umbau der Wollenberger Straße sowie teilweise der Gehrenseestraße
- neue Kfz-Stellplätze und alternative Mobilitätsangebote
Damit soll der erwartete Zuzug neuer Bewohnerinnen und Bewohner aufgefangen und das Quartier langfristig funktionsfähig gestaltet werden
Transparenz gefordert – Anwohner blicken gespannt auf nächste Schritte
Die Anfrage, eingebracht von einem CDU-Abgeordneten, zielte ausdrücklich darauf ab, mehr Transparenz in den Planungsprozess zu bringen. Für viele Anwohnerinnen und Anwohner ist vor allem entscheidend, wann konkrete Bauarbeiten beginnen und wie stark sich Verkehr, Schulen und Kitas künftig verändern werden.
Fest steht: Bis erste Bagger rollen, bleiben noch mehrere Jahre. In dieser Zeit müssen Bezirk, Senat und HOWOGE nicht nur die formalen Verfahren abschließen, sondern auch sicherstellen, dass die begleitende Infrastruktur rechtzeitig mitwächst – damit aus dem neuen Quartier mehr wird als nur ein weiterer Wohnstandort.
Informationen: Neubau Wollenberger Straße
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

