29. März 2022

Land vergibt Auftrag für Pilotprojekt zum Laternenladen

Der Laternenladepunkt "Heinz" wurde speziell für den deutschen Markt entwickelt und ist vollständig standardkonform. ©️Ubitricity

Ubitricity gewinnt Ausschreibung und beginnt voraussichtlich noch im zweiten Quartal 2022 mit der Installation der ersten Ladepunkte für Elektroautos an Lichtmasten

Im Zuge eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens ist das Berliner Unternehmen „Ubitricity Gesellschaft für verteilte Energiesysteme mbH“, eine Tochter der Shell Group, mit der Beschaffung, Errichtung und dem Betrieb von Ladeeinrichtungen für Elektroautos an Straßenlaternen beauftragt worden. Damit kann das seit 2019 geplante Berliner Pilotprojekt im Rahmen des Forschungsvorhabens „ElMobileBerlin“, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, nach einigen insbesondere technisch bedingten Verzögerungen nun starten. Ziel ist die Errichtung von bis zu 1.000 Laternenladepunkten in den Berliner Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf sowie in weiteren Bezirken. Dabei soll geprüft werden, ob die Nutzung der vorhandenen Straßenlaternen-Infrastruktur, trotz vergleichsweise geringer Ladeleistung, zur flächendeckenden Versorgung mit Ladepunkten für Elektroautos im öffentlichen Raum, etwa zum Laden in Wohnortnähe, geeignet ist.

Die Errichtung der ersten 200 Laternenladepunkte soll bereits im zweiten Quartal 2022 beginnen. Zum Einsatz wird der von Ubitricity entwickelte Laternenladepunkt „Heinz“ mit einer Ladeleistung von 3,7 kW und einer herkömmlichen Typ-2-Steckverbindung kommen. Er wird als schmaler Kasten von außen auf die Laternenmasten montiert. Die Nutzerinnen und Nutzer können die Laternenladepunkte mit einem Typ-2-Standardladekabel und den gewohnten Tarifen entweder ihres eigenen Mobility Service Providers (vertragsbasiertes Laden) oder über einen QR-Code auf den Ladeeinrichtungen zum spontanen Laden (ohne Vertrag) nutzen. Damit ist das Prinzip des „Berliner Modells“, Ladepunkte im öffentlichen Raum für alle Nutzenden einschränkungsfrei nutzbar zu machen, von Beginn an gewährleistet. Die Versorgung der Ladepunkte erfolgt ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien.

©️ Ubitricity

Dem Vergabeverfahren war eine intensive Standortplanung und -prüfung der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz mit umfangreicher Unterstützung der Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Steglitz-Zehlendorf und des Verteilnetzbetreibers Stromnetz Berlin GmbH vorausgegangen. Dabei wurde die Eignung mehrerer tausend Beleuchtungsmasten zur Ausrüstung mit Ladeeinrichtungen in beiden Bezirken, auch im Rahmen umfangreicher Vor-Ort-Begehungen, durch Mitarbeitende der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, geprüft.

Das Land Berlin hat beim Bundesministerium bereits die Verlängerung des Projektzeitraums beantragt und geht von einer Zusage aus. Sofern sie kommt, kann die Errichtung von bis zu 800 weiteren Laternenladepunkten im Zuge der Beauftragung an Ubitricity erfolgen.

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