In den frühen Morgenstunden kam es in der Lea-Grundig-Straße zu einem mutmaßlichen Tötungsdelikt, bei dem ein Mann ums Leben kam und eine Frau mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Ein Tätverdächtiger konnte am Mittag festgenommen werden. Die achte Berliner Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen, teilt die Pressestelle der Polizei Berlin am Mittag mit.
Ersten Erkenntnissen zufolge alarmierten Anwohner am Vormittag die Polizei, nachdem sie einen Ford mit eingeschaltetem Warnblinklicht vor einem Mehrfamilienhaus bemerkten. Das Fahrzeug blockierte die Fahrbahn und behinderte den Verkehr. Zudem berichteten Zeugen von lautstarken Streitigkeiten, die am Morgen aus einer Erdgeschosswohnung des Hauses zu hören waren.





Als die Polizeibeamten am Einsatzort eintrafen, verschafften sie sich umgehend Zugang zur betroffenen Wohnung. Dort fanden sie zwei schwerverletzte Personen vor. Während eine Frau mit lebensgefährlichen Verletzungen auf einer Vakuummatratze von Rettungskräften ins Krankenhaus transportiert wurde, kam für einen 88-jährigen Mann, bei dem es sich um den Ehemann der 84-jährigen Frau handeln soll, jede Hilfe zu spät. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.



Die Hintergründe zu einem mutmaßlichen Tötungsdelikt sind noch unklar. Die Spurensicherung der Kriminaltechnik ist vor Ort und sichert Beweise. Ob es sich um ein Gewaltverbrechen handelt oder andere Umstände zum Tod des Mannes führten, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei bittet Zeugen, sich mit Hinweisen an die zuständigen Behörden zu wenden. Laut bisherigen Informationen wurde der 24-jährige Enkel der Eheleute festgenommen.

Fotos: © John Boutin, David Jahn & Marzahn-Hellersdorf.com

