Heute Morgen piepte ein Rauchmelder in einem Mehrfamilienhaus in der Neuen Grottkauer Straße in Hellersdorf. Geruch von angebrannten Lebensmitteln war im ganzen Treppenhaus wahrzunehmen. Ein Pärchen, das gerade auf dem Nachhauseweg war, nahm den Rauchwarnmelder wahr und lokalisierte das piepende Gerät in einem Aufgang des Hauses. Umgehend alarmierten sie die Feuerwehr, die dann vom Mieter zunächst vor der Tür stehen gelassen wurde. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte der Polizei vom Abschnitt 33 konnte eine Wohnung im zweiten Stock als Ursprung des Alarms ausgemacht werden. Das Treppenhaus war bereits stark vom Geruch angebrannter Lebensmittel durchzogen. Die Polizisten klopften lautstark an die Tür des Mieters, während die Feuerwehr noch auf Anfahrt war. Kurz darauf konnten die Brandbekämpfer der Berufsfeuerwehr Hellersdorf beobachten, wie der Mieter sein zuvor geöffnetes Wohnzimmerfenster schloss. Trotz mehrfacher Aufforderung öffnete der Mieter die Wohnungstür erst nach wiederholtem Klopfen von Polizei und Feuerwehr.
Nach dem Betreten der Wohnung öffneten die Einsatzkräfte zunächst das Fenster, um die Wohnung zu lüften und entfernten die angebrannten Lebensmittel von der Kochstelle. Glücklicherweise blieb es bei einem glimpflichen Ausgang, da das Fenster zuvor bereits geöffnet war. Es besteht sonst die Gefahr einer Rauchgasvergiftung Der Vorfall wirft Fragen auf.
Wenn ein Rauchwarnmelder unaufhörlich piept – Feuerwehr rufen
Anwohner berichteten, dass der Rauchmelder bereits seit etwa 6 Uhr zu hören war, die Feuerwehr jedoch erst rund 20 Minuten später gerufen wurde – durch das aufmerksame Pärchen, das den Alarm schließlich ernst nahm. Unklar bleibt, warum andere Nachbarn nicht reagierten. Ein Nachbar, der den Rauchmelder ebenfalls hörte, konnte keine plausible Erklärung dafür geben. Es wird vermutet, dass Unsicherheit oder die Angst vor Fehlalarmierungen eine Rolle gespielt haben könnten.
Der Vorfall in Hellersdorf unterstreicht die Bedeutung, bei einem anhaltenden Rauchmelder-Alarm sofort die Feuerwehr zu rufen. Auch wenn kein Rauch oder Feuer sichtbar ist, sollten dauerpiepende Rauchwarnmelder ernst genommen werden. Ein schneller Anruf kann im Notfall Leben retten. Die Feuerwehr weist darauf hin, dass im Falle eines gerechtfertigten Einsatzes keine Kosten für den Anrufer entstehen, solange es sich nicht um einen Scherzanruf handelt.

Fazit: Rauchmelder retten Leben – handeln Sie sofort, wenn Sie ein solches Warnsignal hören, auch wenn keine direkte Gefahr sichtbar ist. Jeder Moment zählt.
Am Freitag, 13. September und Freitag, 13. Dezember 2024 ist Tag des Rauchwarnmelders – JETZT informieren.
Informationen: Rauchmelder Lebensretter
Titelbild: © Marzahn-Hellersdorf.com

