Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat die Festsetzung des Bebauungsplans XXI-20 beschlossen und damit die Kleingartenanlage „Am Kienberg“ in Biesdorf (Joachim-Ringelnatz-Straße 32–36) bauordnungsrechtlich gesichert. Für die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner bedeutet dies einen verlässlichen Schutz vor Räumung und den damit verbundenen Existenzängsten. Die Maßnahme soll langfristige Planungssicherheit schaffen und den Erhalt der Anlage garantieren, teilt das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf in einer Pressemitteilung mit.
Am Montag, den 14. Juli 2025, wurde der Bebauungsplan feierlich von Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic und Heike Wessoly, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung (beide CDU), unterzeichnet. Anwesend waren unter anderem Dr. Norbert Franke (Bezirksverband der Gartenfreunde Hellersdorf), Gert Schoppa (Präsident des Landesverbandes der Gartenfreunde Berlin) sowie Jan Wotzka und Burkhard Träder (KGA „Am Kienberg“), die die Interessen der Kleingärtner im Bezirk vertreten.

Mit der Festsetzung des Bebauungsplans sollen auch sinnvolle Wegeverbindungen durch die Anlage erhalten bleiben und öffentliche Gehrechte gesichert werden. Zusätzlich ist ein öffentlicher Spielplatz mit angrenzender Grünfläche vorgesehen, um die Aufenthaltsqualität für alle Generationen weiter zu erhöhen.
Die Kleingartenanlage „Am Kienberg“ gilt als wichtiger Bestandteil des Grünflächensystems in Marzahn-Hellersdorf. Durch ihre Lage zwischen der Großsiedlung, dem Landschaftsraum des Wuhletals und den „Gärten der Welt“ übernimmt sie eine bedeutende bioklimatische Funktion. Die Anlage wurde 1983 gegründet und umfasst 260 Parzellen auf 13,5 Hektar, darunter 22 Parzellen für Kleintierzucht. Die durchschnittliche Parzellengröße liegt zwischen 350 und 400 Quadratmetern. Im Jahr 2002 wurde sie als erste Ostberliner Kleingartenkolonie mit einer Goldmedaille beim 20. Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ ausgezeichnet.

Bezirksstadträtin Heike Wessoly betonte die gesellschaftliche und ökologische Bedeutung der Kleingartenanlagen:
„Ich freue mich, dass wir die Kleingartenanlage ‚Am Kienberg‘ rechtlich absichern konnten. Kleingärten sind mehr als nur Orte zum Gärtnern – sie schaffen Lebensräume für Tiere und Pflanzen und fördern die Artenvielfalt, besonders in der Stadt. Kleingärten sind aber auch Orte des sozialen Miteinanders. Menschen kommen hier zusammen, tauschen sich aus und lernen voneinander. Das stärkt die Nachbarschaft und tut den Kiezen gut.“

Das Bezirksamt kündigte an, auch andere Kleingartenanlagen im Bezirk langfristig zu sichern. In Planung sind derzeit die Bebauungspläne für die Anlagen „Goldkörnchen“ in Kaulsdorf und „Elsenstraße“ in Mahlsdorf.
Fotos: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

