Seit Monaten herrscht auf dem Gelände am Wilhelmsmühlenweg in Kaulsdorf, direkt am ehemaligen Güterbahnhof und nahe des S-Bahnhofs Kaulsdorf, gähnende Leere. Der geplante Neubau sorgt bei Anwohnerinnen und Anwohnern zunehmend für Verwunderung – denn trotz Ankündigungen und Baugenehmigung scheint sich auf dem Areal nichts zu bewegen. Marzahn-Hellersdorf LIVE hat beim Bezirksamt nachgefragt.
Baugenehmigung weiterhin gültig – mit Änderungen
Demnach liegt für das Bauvorhaben eine gültige Genehmigung vor, die ursprünglich im Januar 2021 erteilt und zwischenzeitlich verlängert wurde. Es gab zudem einen offiziellen Nachtrag zur Baugenehmigung: Geplant ist nun unter anderem eine Erhöhung der Bettenanzahl im Boardinghouse, das Teil des Projekts ist. Auch ein zusätzlicher Regenwasserspeicher wurde in die Planung aufgenommen.

Baubeginn offiziell angezeigt – aber keine Bewegung
Formell wurde der Baubeginn bereits zum 26. Januar 2024 angezeigt. Doch laut Bezirksamt stagniert die Bauausführung derzeit am Mädewalder Weg 62 und 64 sowie am Wilhelmsmühlenweg 7, 9 und 11. Eine konkrete Ursache für den Stillstand wird nicht mitgeteilt. In einem Beitrag vom 8. März 2024 schreibt der Abgeordnete Stefan Ziller: „Die Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht sind noch nicht entschieden. Der Bauherr baut auf eigene Gefahr.“

Kein Wechsel beim Investor
Anfragen zur Eigentümerschaft beantwortete das Bezirksamt mit dem Hinweis, dass ihm weiterhin die Informationen zum Bauherren vorliegen und bislang keine Änderungen angezeigt wurden. Wer letztlich für die Umsetzung verantwortlich ist, wurde nicht namentlich genannt.
Für viele Kaulsdorfer bleibt der Wilhelmsmühlenweg damit ein Beispiel für ein Vorhaben mit Ankündigungen, aber ohne sichtbare Fortschritte. Ob und wann hier tatsächlich gebaut wird, ist derzeit offen. Die Anwohner dürfen gespannt sein, wann die Bagger endlich anrollen und der Neubau beginnt.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️


Vielleicht besser eine Brache zu haben, als ein Boardinghaus.
Bevor 2023 der wilde Vegetation beseitigt wurde, sahs im Sommer ganz annehmbar aus.