Das Theater am Park Biesdorf bleibt ein großes Sorgenkind im Bezirk. Aus einer aktuellen Schriftlichen Anfrage des Abgeordneten Stefan Ziller geht hervor: Zwar wurde Ende 2025 eine Überarbeitung der Zielplanung für Umbau und Sanierung beauftragt – doch ein belastbares Nutzungskonzept fehlt weiterhin.
Geplant ist, die bestehende Zielplanung so anzupassen, dass die Sanierung des großen Saals sowie weiterer Gebäudeteile innerhalb eines Gesamtbudgets von rund 10 Millionen Euro realisierbar bleibt. Vorgesehen ist dabei ein multifunktionales Veranstaltungszentrum mit touristischer Theaterfunktion. Erst nach Abschluss dieser Überarbeitung können jedoch konkrete Aussagen zu den nächsten Planungsschritten getroffen werden.
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Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf teilt dazu mit, die bürgernahen Kulturangebote des TaP weiterhin ausdrücklich zu unterstützen – macht aber zugleich deutlich: Ohne ein tragfähiges, zukunftsorientiertes Nutzungskonzept lassen sich keine vertiefenden Bauplanungen vorantreiben.
Massive Mängel – langfristig droht Schließung
Besonders brisant ist die Einschätzung zum baulichen Zustand: Das Gebäude leidet unter einem erheblichen Sanierungsstau und technischer Überalterung. Große Teile der Innenausstattung haben ihre technische Lebensdauer bereits überschritten.



Notwendig wären unter anderem:
- komplette Erneuerung der Haustechnik
- brandschutzrechtliche Anpassungen
- umfassende Modernisierung der Veranstaltungsräume
- Entkernung des Nordflügels
- Abriss und Neubau des Südflügels
- Dachsanierung
Hinzu kommen fortschreitende Korrosionsschäden an der Außenhülle, die die Bausubstanz zunehmend beeinträchtigen. Die Verwaltung bewertet die Zukunftsfähigkeit des Hauses aus technischer und wirtschaftlicher Sicht inzwischen als kritisch.
Sollte eine umfassende Sanierung mittelfristig nicht umgesetzt werden können, sei ein dauerhafter Weiterbetrieb laut Senat kaum aufrechtzuerhalten. Ohne zeitnahe Perspektive für eine Grundinstandsetzung droht langfristig sogar die Schließung des Theaters, um die Sicherheit von Besucherinnen und Besuchern zu gewährleisten.
Damit steht eines der wichtigsten Kulturhäuser im Osten von Berlin weiter in der Warteschleife – während Künstler, Publikum und Ehrenamtliche auf klare Entscheidungen hoffen.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

