Das Land Berlin wird 2022 im großem Stil die Brückensanierungen in Marzahn-Hellersdorf angehen, an diesem Wochenende wird die 1984 erbaute Wuhletalbrücke unter den Augen von zahlreichen Schaulustigen abgerissen, am Samstag wurde eine Pressekonferenz mit der Verkehrssenatorin Bettina Jarasch und dem Bezirksbürgermeister Gordon Lemm abgehalten, hier konnten auch Fragen beantwortet werden.

Bettina Jarasch und Gordon Lemm erläuterten das Neubauvorhaben, Arne Huhn, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – ©️ Marzahn-Hellersdorf.com

Es wird an diesen Bauwerken überall jetzt gebaut, vorbereitet und die Baustellen starten.

Vorhaben WUHLETALBRÜCKE in Marzahn startete mit dem ABRISS der alten Brücke von 1984 am vergangenen Donnerstag mit Vorbereitungsmaßnahmen, anschließend wurde der große LEX-Schwerlastkran in Position gebracht. Wie die fleißigen Bauarbeiter schnell festgestellt haben, ist der alte DDR-Beton sehr widerspenstig und der besonders große XXL-Presslufthammer am Bagger musste immer und immer wieder ansetzen und die schmalen, aber langen Betonteile lösen. Vor den Arbeitern liegen fünf Tage strammer Schichtdienst von Donnerstag bis Montag – auch nachts. In der Nacht wird auch gearbeitet, dabei wird allerdings auf die schweren Stemmarbeiten verzichtet, wie uns ein Kranführer erklärte.

Impressionen von zwei Tage Abriss – ©️ Marzahn-Hellersdorf.com

Die Brücke  ist Bestandteil der übergeordneten Verkehrsstraße der B 158, die sich von der B 1 / B 5 Berlin-Biesdorf Richtung Norden über die Landesgrenze nach Brandenburg erstreckt und in Angermünde endet. Die Märkische Allee ist eine stark befahrene Straße, die auch für den genehmigungspflichtigen Großraum- und Schwerlastverkehr genutzt wird. Die Brücke ist aufgrund ihres schlechten baulichen Zustands gegenwärtig für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Der schlechte Bauzustand erfordert den Rückbau und eine Neuplanung und -errichtung der Wuhletalbrücke.

Fotos: Sommer 2021 ©️ Marzahn-Hellersdorf.com

Der Ersatzneubau ist zeitgleich mit der grundhaften Erneuerung der Märkischen Allee zwischen S-Bhf Mehrower Allee und S-Bhf Ahrensfelde geplant. Die Umsetzung folgt dem Mobilitätsgesetz und sieht daher eine deutliche Verbesserung der Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr vor, das erläuterten die Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz Bettina Jarasch und Bezirksbürgermeister Gordon Lemm am heutigen Samstag in einem Pressetermin am Ort des dauerpolternden Presslufthammers, weshalb bei der heutigen Pressekonferenz die Pressevertreter etwas zusammenrücken mussten. Bettina Jarasch bestätigte auch, dass die Brücke „Betonkrebs“ hat und zum damaligen Zeitpunkt der Erbauung die Erkenntnisse über die verwendeten Baustoffe andere waren, als heute.

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Die Baumaßnahme wird unter anderem mit Fördermitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW-Mittel) finanziert.

Die Senatsverwaltung hat den Bezirk am Donnerstag unterrichtet:

„Im ersten Schritt wird das Bestandsbauwerk komplett abgebrochen. Der Bauauftrag für diese Leistungen ist erteilt worden.

Die vorbereitenden Bauarbeiten für den eigentlichen Brückenabbruch, wie Baufeldeinzäunung, Baumfällungen, Abschaltung des Stroms der Beleuchtungsmaste u.a. haben bereits begonnen. Für den Abbruch der beiden Überbauten der Brücke wird eine kurzzeitige Vollsperrung der Wuhletalstraße erforderlich. Um den Einfluss auf den Berufsverkehr zu minimieren, ist der Abbruch der Überbauten am Wochenende vom 04. bis 06.03.202 geplant. Dazu wird der Straßen- und Busverkehr sowie Rad- und Fußgängerverkehr umgeleitet. Im Anschluss werden die Brückenwiderlager zurückgebaut.

Der Rückbau der Bestandsbrücke soll im III. Quartal 2022 abgeschlossen werden.“

Bezirksstadträtin Juliane Witt: „Danke sagen wir für die Unterstützung unsres Bezirks, für die Umsetzung der Massnahme, uns allen gute Nerven und hoffentlich bald auch ein erfolgreiches NEUBAUvorhaben. Verkehrsbeeinträchtigungen auf dem Weg „in den OSTEN“ oder aus diesem hinaus nach Brandenburg oder hinein in die City sind schon abzusehen, die Nerven der motorisierten und aller anderen Verkehrsteilnehmer werden strapaziert werden. Umso mehr bitte ich alle Verkehrsteilnehmerinnen um Verständnis, wenn es zu Beeinträchtigungen und einer Sperrung der Wuhletalstrassen am Wochenende kommt.“

Aktuelle Informationen zum Vorhaben gibt es auf der Seite der Senatsverwaltung für UMVK

https://www.berlin.de/sen/uvk/verkehr/infrastruktur/brueckenbau/wuhletalbruecke/#Vorhaben

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