18. Oktober 2021

10.000 Einsätze – Berliner Feuerwehr zieht Positive Bilanz nach einem Jahr KATRETTER

Ein Katretter-Alarm geht ein - ©️ Berliner Feuerwehr

Am 16. Oktober 2020 fiel nach einer mehrjährigen Entwicklung und Erprobung der Startschuss für die Ersthelfer-App KATRETTER in Berlin.

Der Herz-Kreislauf-Stillstand stellt eines der zeitkritischsten Ereignisse in der Notfallmedizin dar. Bei der Versorgung von reanimationspflichtigen Personen zählt jede Sekunde. Mit der App KATRETTER können sich Ersthelfende kostenlos und freiwillig registrieren, um im Notfall Menschen in ihrer Nähe schnell Hilfe leisten zu können. Wenn in der Leitstelle der Berliner Feuerwehr ein Notruf eingeht, der auf einen Herzstillstand schließen lässt, werden die Koordinaten der Einsatzstelle automatisch an das KATRETTER-System übermittelt. Dieses prüft dann in einem Umkreis von 500 Metern, ob sich Ersthelfende in der Nähe befinden und aktiviert diese über einen Alarmton über ihr Smartphone. Nehmen die Ersthelfenden den Einsatz an, erhalten sie die Einsatzadresse sowie weiterführende Informationen.

Seit der offiziellen Inbetriebnahme wurde das System in Berlin im Schnitt 26-mal am Tag aktiviert, im gesamten Jahr also fast 10.000-mal. Insgesamt ca. 7.000 Ersthelfende haben sich bereits registriert. Dabei sind die Zugangsvoraussetzungen bewusst niedrig gehalten: Es werden lediglich Volljährigkeit sowie die Bereitschaft, eine Wiederbelebung durchzuführen, gefordert.

In mehr als der Hälfte der Aktivierungen wurden im vergangenen Jahr mindestens eine ersthelfende Person in der Nähe angetroffen. Insgesamt konnte so bei fast 600 Patientinnen und Patienten vor Eintreffen des Rettungsdienstes eine Wiederbelebung durch Ersthelfende begonnen und durchgeführt werden.

Nach ihren Einsätzen werden die Helferinnen und Helfer durch ein Team der Berliner Feuerwehr zu ihren Erfahrungen befragt. Dabei zeigte sich, dass in zwei Dritteln der Fälle die Ersthelfenden schneller oder zeitgleich mit dem Rettungsdienst bei den Patientinnen und Patienten eintrafen. Dies könnte sich durch eine größere Teilnehmerzahl weiter verbessern.   

„Langfristig möchten wir mindestens ein Prozent der Berliner Bevölkerung – also 40.000 Menschen – als Ersthelfende gewinnen“ sagt Dr. Stefan Poloczek, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr. „Damit könnten wir erreichen, dass beim Herzstillstand noch früher Hilfe geleistet wird und somit bleibende Schäden bei den Patientinnen und Patienten verhindert und Leben gerettet werden.“

Auch das Entwicklerteam hat noch zahlreiche Ideen für neue Funktionen. So sind als nächste Neuerungen beispielsweise die Einbindung von öffentlichen Defibrillatoren und eine Übersetzung der App in Fremdsprachen bereits in Arbeit.  

Mehr Informationen: https://www.berliner-feuerwehr.de/ihre-sicherheit/praevention/katretter/

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