16. Februar 2023

Erfolgreicher Neustart für das Jugendzentrum „M3+“

Marzahn-Hellersdorf - © Marzahn-Hellersdorf.com

Bei einem offiziellen Empfang mit Bezirksbürgermeister Gordon Lemm und den Bezirksstadträtinnen für Jugend und Soziales stellte der DRK-Kreisverband Berlin-Nordost e.V. heute das neu eröffnete Jugendzentrum „M3+“ vor. Die Jugendfreizeiteinrichtung wurde nach ersten Renovierungen unter neuer Trägerschaft und mit einem medienpädagogischen Schwerpunktkonzept im August 2022 neu eröffnet. Seitdem ist es für Kinder und Jugendliche auch über die Bezirksgrenzen hinaus zu einem wichtigen und gut besuchten Anlaufpunkt geworden.

Das Jugendzentrum in der Mehrower Allee 3 in Marzahn, besser bekannt als „M3+“, ist seit April 2022 unter neuer Trägerschaft für Kinder und Jugendliche geöffnet. Im Rahmen eines Eröffnungsempfangs stellte Rainer Oetting, Geschäftsführer des DRK-Kreisverband Berlin-Nordost e.V. die jüngsten Entwicklungen im Jugendclub vor. So wurden in den großen Aufenthaltsräumen die Theaterbühne saniert, neue Böden verlegt und Malerarbeiten durchgeführt sowie der Sportraum wieder instand gesetzt. Besonders stolz ist man auf den Gaming-Raum, der mit neuesten Rechnern, Bildschirmen und Sitzmöbeln ausgestattet ist und für die medienpädagogische Arbeit genutzt wird. In den kommenden Monaten soll der Außenbereich neu ausgestattet und eine professionelle Küche installiert werden. Das neu zusammengestellte Team des Jugendzentrums besteht aus fünf pädagogischen Fachkräften, die zum Teil über Zusatzausbildungen in Supervision, Theater- und Medienpädagogik verfügen. Gemeinsam mit den Jugendlichen haben die Pädagogen ein buntes Wochenprogramm erstellt, zu dem z.B. Gaming-Sessions, Selbstverteidigung, eine Mädchengruppe sowie ein Stickangebot, neudeutsch „Punchneedling“, gehören. Im offenen Betrieb stehen eine Tischtennisplatte, ein Billardtisch, zahlreiche Brettspiele, Bastelmaterial und der Außenbereich zur Verfügung. An einem durchschnittlichen Nachmittag kommen zwischen 50 und 80 junge Menschen in das M3+, an den Freitagabenden oder in den Ferienzeiten oft noch mehr.

Doch auch wenn das Jugendzentrum nur am Nachmittag und Abend geöffnet ist, herrscht dort quasi ganztägiger Betrieb. In den Nebenräumen bietet der DRK-Kreisverband ein Programm zur vorschulischen Sprachförderung. Kinder, die keine Kita besuchen, aber kurz vor der Einschulung stehen, werden hier von zwei Lehrerinnen besonders in puncto Sprache gefördert, um einen gelungenen Übergang in die Grundschule zu schaffen. Das Angebot ist vor allem für Familien interessant, die erst vor kurzem nach Deutschland gekommen sind und besondere Probleme hatten einen Kitaplatz zu finden. „Außerdem haben wir das Haus für drei Willkommensklassen für Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund zur Verfügung gestellt. Damit platzt das Haus zwar fast aus allen Nähten, doch wir wollen zusammen mit Bezirk und Senat verhindern, dass der Unterricht für migrierte Schüler wegen Platzmangel ausfallen muss“ betont Rainer Oetting.

An der Veranstaltung nahmen Bezirksbürgermeister Gordon Lemm, sowie die Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit, Nicole Bienge, teil. Auch Björn Tielebein, Vorsitzender des Jugendhilfeausschuss Marzahn, Dr. Manuela Schmidt, Wahlkreisabgeordnete für Marzahn Mitte, sowie mehrere Mitarbeiterinnen des Jugendamts interessierten sich für die ersten Schritte der neu eröffneten Einrichtung. Gordon Lemm würdigte das Engagement des Trägers: „Mit der Wiedereröffnung des M3 kommen wir vor allem den Wünschen der Kinder und Jugendlichen im Kiez nach, die sich nach Rückzugs- und Gestaltungsräumen außerhalb der Wohnung sehnen. Deshalb ist der Jugendclub ein wichtiger Bestandteil für die offene Jugendarbeit in Marzahn-Nord. Ich bin mir sicher, dass der neue Träger „Deutsches Rotes Kreuz“ einen Begegnungsort für die Nachbarschaft und darüber hinaus schafft und ihre Angebote an Menschen aller Altersgruppen richtet“. Der Eröffnungsempfang fand zunächst im kleinen Kreis statt. Bisher hat sich der Träger auf den Aufbau eines exklusiven und partizipativen Raums für Kinder und Jugendliche konzentriert, eine Veranstaltung mit Einladung an die Öffentlichkeit soll jedoch bald folgen.

Das pädagogische Konzept des Jugendzentrum M3+

Das pädagogische Konzept des DRK-Kreisverbandes Berlin-Nordost e.V., der bereits den Kinder- und Jugendclub im benachbarten Sella-Hasse-Kiez betreibt, ist realitätsnah und orientiert sich an aktuellen Einflüssen der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Medienpädagogik: „Social Media und Onlinespiele gehören schon längst zum Leben der Jugendlichen.“ sagt Teammitglied und Medienpädagoge Patrick Schäfer „In unserer Einrichtung wird die Jugendkultur um Gaming und soziale Medien als solche ernst genommen. Mit offenem Umgang und einer Bestärkung in ihren Hobbys und Interessen sollen sie auch hier zocken und surfen können und sich mit Digitalisierung und Medienkonsum kritisch auseinander setzen. Jugendliche benutzen das Internet jeden Tag, vom Instagram-Post über Chats auf Gaming-Plattformen bis hin zum Austauschen von bzw. über TikTok-Videos , was nun von uns pädagogisch begleitet werden kann.“ Der Gaming-Raum im Jugendzentrum ist zu festen Zeiten unter Anleitung geöffnet. Wer hier spielt, muss sich dabei auch an Regeln zum fairen und respektvollen Umgang halten und hat die Möglichkeit sich spielerisch im digitalen und sozialen Umfeld zu erproben. Und auch im Digitalen gestalten die Besucher das Jugendzentrum mit: Bald schon werden Socialmedia-Accounts des M3+ in einer kleinen AG mit interessierten Jugendlichen ausgewählt und betrieben werden. Das M3+ verfügt auch über eine Bühnen- und Lichtanlage, die bald für theaterpädagogische Angebote genutzt werden soll. Damit knüpft das M3+ an die Erfahrungen des Trägers aus dem Jugendzentrum „DRehKreuz“ in der Sella-Hasse-Straße an, mit dem bereits ein intensiver Austausch besteht.

Der DRK-Kreisverband Berlin-Nordost e.V.

Der DRK-Kreisverband Berlin-Nordost e.V. ist ein anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Gegründet im Jahr 1994 beschäftigt der Träger inzwischen über 100 Mitarbeiter in der Sozialen Arbeit, Hilfsorganisation und Verwaltung und unterhält unter anderem zwei Kindertagesstätten, das Familien- und Jugendfreizeitzentrum „DRehKreuz“ in der Sella-Hasse-Straße, die Jugendsozialarbeit an sieben Grund- und weiterführenden Schulen in Marzahn-Hellersdorf, sowie Nachbarschafts- und Begegnungszentren in Marzahn-Mitte und -Süd (Sella-Hasse- Straße und Murtzaner Ring). Der Kreisverband ist Teil der internationalen Rotkreuz- und Roter Halbmond-Bewegung im DRK-Landesverband Berlin. Der Kreisverband Berlin-Nordost umfasst die Bezirke Marzahn-Hellersdorf, die Ortsteile Alt- Hohenschönhausen, Neu-Hohenschönhausen, Falkenberg, Malchow und Wartenberg des Bezirkes Lichtenberg und den Bezirk Pankow mit Ausnahme des Ortsteils Prenzlauer Berg.

Website des DRK-Kreisverbands Berlin-Nordost e.V.: Hauptseite
Das M3+ auf der Website des Kreisverbandes: Angebotsseite des M3+
DRK-Kreisverband Berlin-Nordost e.V. auf Socialmedia: Facebook und Instagram

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