Ein geplanter 19-stöckiger Neubau der Wohnungsbaugenossenschaft Marzahner Tor auf einem Parkplatzgelände an der Lea-Grundig-Straße Ecke Jan-Petersen-Straße sorgt im Bezirk für Diskussionen. Auf eine Schriftliche Anfrage des Linken-Abgeordneten Kristian Ronneburg antwortete der Berliner Senat Anfang April: Eine Baugenehmigung wurde bislang nicht erteilt – weil bis heute kein Bauantrag vorliegt.
Das klingt ernüchternd für ein Projekt, das längst in der Öffentlichkeit präsent ist. Wann mit einem Bauantrag zu rechnen ist und wann die Fertigstellung erfolgen soll, kann der Bezirk Marzahn-Hellersdorf derzeit nicht beantworten.
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19 Stockwerke: Zu hoch für die Nachbarschaft?
Ronneburg hakte nach, wie ein 19-geschossiges Gebäude gerechtfertigt werde, während die umliegende Bebauung maximal elf Stockwerke aufweise. Der Bezirk verweist auf das städtebauliche Konzept der Großsiedlung Marzahn: Charakteristisch seien punktuell platzierte Wohnhochhäuser mit bis zu 21 Stockwerken, die als markante Akzente fungieren – etwa rund um den Bürgerpark. Das geplante Hochhaus solle dieses Ensemble östlich des Bürgerparks ergänzen. Ein festgesetzter Bebauungsplan existiert für das Grundstück nicht; das Vorhaben wäre nach § 34 BauGB zu beurteilen.
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96 Wohneinheiten, aber kein geförderter Wohnraum
Laut Vorbescheid sind 96 Wohneinheiten geplant. Angaben zum Anteil sozial geförderter Wohnungen machte weder der Bezirk noch der Senat – weitere Informationen lägen nicht vor, heißt es knapp in der Antwort. Zum geplanten Erdgeschoss: 460 Quadratmeter Gewerbefläche sind vorgesehen, darunter ein Veranstaltungsraum, zwei kleinere Gewerbeeinheiten, eine Physiotherapiepraxis und eine Arztpraxis.



Kita und Schule: Bezirk muss einspringen
Aus dem Vorhaben ergeben sich nach Bezirksangaben jeweils rund zehn zusätzlich benötigte Kita- und Grundschulplätze. Eine Verpflichtung des Bauherren zur Mitfinanzierung besteht jedoch nicht: Da bereits ein Rechtsanspruch auf das Vorhaben bestehe, finde das Berliner Modell zur kooperativen Baulandentwicklung keine Anwendung. Die Plätze sollen in bestehenden Einrichtungen aufgefangen werden.
Parkplätze: Netto kein Verlust

Der Wegfall der oberirdischen Stellfläche, auf der das Hochhaus entstehen soll, wird durch eine Tiefgarage mit 48 Stellplätzen ausgeglichen. Die verbleibende Fläche bleibt als Mieterparkplatz erhalten – insgesamt sollen auf dem Grundstück künftig 203 PKW-Stellplätze zur Verfügung stehen. Fahrradstellplätze: unbekannt, da kein Bauantrag vorliegt.
Wie und wann das Projekt konkret Fahrt aufnimmt, bleibt damit offen. Solange kein Bauantrag eingereicht ist, bleiben zentrale Fragen – von der Sozialquote bis zum Zeitplan – ohne verbindliche Antwort.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️


Da kann man den Nachbarn dann die Eier rüber reichen durchs Fenster so dicht stehen die. Der Wind wird dann auch gut durch pfeifen. Parkplätze sind jetzt schon ein Problem und das wird dann noch schlimmer. Aber interessant, dass ohne Bauantrag schon massig Bäume gefällt wurden.