Der Kienbergpark in Marzahn-Hellersdorf soll Austragungsort der olympischen Mountainbike-Wettbewerbe werden. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Schriftliche Anfrage der Linken-Abgeordneten Kristian Ronneburg und Claudia Engelmann hervor.
Der ursprünglich ins Gespräch gebrachte Standort Arkenberge in Pankow kommt demnach nicht mehr in Betracht.
Arkenberge fällt durch – Kienberg überzeugt
Den Ausschlag gegen Arkenberge gaben laut Senat vor allem Probleme beim Natur- und Umweltschutz sowie eine schwierige Verkehrsanbindung.
Der Kienbergpark biete demgegenüber entscheidende Vorteile: Er liegt außerhalb von Landschaftsschutzgebieten, ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und verfügt durch die benachbarten Gärten der Welt über erfahrene Strukturen im Umgang mit großen Besuchermengen.
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Die Mountainbike-Strecke selbst soll ausschließlich im Kienbergpark verlaufen. Die Gärten der Welt sind jedoch Teil des Gesamtkonzepts – etwa für Logistik und Zuschauerinfrastruktur.
Strecke nutzt vorhandene Strukturen
Aus sportfachlicher Sicht hält der Senat das Gelände für geeignet. Vorhandene Trails könnten genutzt werden, der Rodelhang biete Platz für technisch anspruchsvolle Elemente wie Sprünge und Schanzen. Die Höhe des Kienbergs ermögliche ein olympisches Streckenprofil; Wege entlang des Biesdorf-Marzahner Grenzgrabens und der Wuhle kämen als Start-, Runden- und Zielbereiche in Frage.
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Alle baulichen Eingriffe sollen temporär und rückbaubar sein. Dauerhaft errichtete Anlagen sind derzeit nicht geplant – könnten aber nachträglich entstehen, wenn Bezirk, Betreiber Grün Berlin und Stadtgesellschaft dies wünschen.
Einschränkungen für Anwohner noch unklar
Konkrete Angaben zu Sperrungen oder Baubeeinträchtigungen für Anwohnerinnen und Anwohner konnte der Senat noch nicht machen. Das hänge wesentlich vom endgültigen Streckendesign ab, das noch nicht vorliege. Ziel sei es, Einschränkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Während der eigentlichen Wettkampfphase sind zwei Wettbewerbstage vorgesehen; der Kienbergpark soll für Zuschauerinnen und Zuschauer kostenlos zugänglich bleiben.
In den Gärten der Welt könne es im Vorbereitungszeitraum zu Teilschließungen kommen. Eine vollständige Sperrung des Kienbergparks sei hingegen nicht zwingend erforderlich.
Umweltprüfungen stehen noch aus
Natur- und Umweltprüfungen laufen laut Senat weiter. Biodiversitätsindikatoren sollen als Maßstab für Schutzmaßnahmen dienen. Sensible Flächen sollen nach Möglichkeit gemieden werden. Konkrete Genehmigungsverfahren hängen vom weiteren Planungsfortschritt und einer möglichen offiziellen Bewerbung ab.
Die Schriftliche Anfrage wurde von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport am 28. April 2026 beantwortet.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️


