Am Helene-Weigel-Platz in Marzahn nimmt die seit Jahren diskutierte Neugestaltung des Areals rund um die Ruine des ehemaligen Kinos Sojus konkretere Formen an. Vergangene Woche wurden der aktuelle Stand der Planungen öffentlich vorgestellt.
Der Abgeordnete Johannes Martin hat sich nun zu den Plänen geäußert – und bewertet die Vorhaben für den östlichen und westlichen Teil des Platzes sehr unterschiedlich.
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Östlicher Helene-Weigel-Platz: Abriss der Kino-Sojus-Ruine, rund 180 Wohnungen geplant
Das markanteste Element der Neuplanung betrifft den östlichen Teil des Helene-Weigel-Platzes, wo die seit Jahren leerstehende und verwitterte Ruine des ehemaligen Kinos Sojus steht. Diese soll abgerissen werden. An ihrer Stelle ist ein elfgeschossiges Wohngebäude mit rund 180 Wohnungen geplant. In das Gebäude integriert werden sollen außerdem ein Veranstaltungssaal sowie Räumlichkeiten für die Nachbarschaft – ein Angebot, das dem Kiez einen sozialen und kulturellen Treffpunkt zurückgeben würde. Im Erdgeschoss ist zudem ein Einzelhandelsangebot vorgesehen.


Das Kino Sojus war einst ein zentraler kultureller Ort im Bezirk. Seit seiner Schließung steht die Ruine als städtebaulicher Missstand an exponierter Stelle. Martin begrüßt die Pläne für diesen Teil ausdrücklich: Er setze sich seit Langem für eine Lösung an diesem Standort ein und sehe in den nun vorgestellten Plänen endlich eine Antwort auf die seit Jahren unbefriedigende Situation.
Parkhaus an der Allee der Kosmonauten sichert Stellplätze

Ein zentrales Anliegen bei der Neugestaltung ist die Sicherung der bestehenden Parkplätze. Damit während der Bauzeit und auch dauerhaft keine Stellplätze wegfallen, ist die Errichtung eines Parkhauses an der Allee der Kosmonauten vorgesehen. Dieses soll noch vor Beginn des eigentlichen Bauvorhabens fertiggestellt werden, um eine Versorgungslücke für Anwohner und Besucher zu vermeiden. Martin wertet dies als wichtige Bedingung für eine verträgliche Umsetzung.
Westlicher Helene-Weigel-Platz: Martin übt deutliche Kritik
Deutlich kritischer äußert sich der Abgeordnete zu den Planungen für den westlichen Teil des Helene-Weigel-Platzes, wo sich derzeit der REWE-Standort befindet. Die Entwürfe sehen dort gleich drei Gebäuderiegel vor: einen zehngeschossigen Riegel entlang der Märkischen Allee sowie einen 13-geschossigen und einen weiteren zehngeschossigen Riegel entlang der Allee der Kosmonauten.
Martin kritisiert, dass diese Bebauung den Blick auf den Helene-Weigel-Platz und das Rathaus nahezu vollständig verdecken würde. Anders als auf der östlichen Seite, wo mit dem Abriss der Kino-Sojus-Ruine ein klarer städtebaulicher Missstand behoben werde, sehe er auf der Westseite keinen dringenden Handlungsbedarf. Auch würden durch die westlichen Neubauten keine zusätzlichen Parkplätze geschaffen. Sein Fazit fällt eindeutig aus: Diese Pläne würden dem Ort nicht gerecht.
Hintergrund: Jahrelanger Stillstand am Helene-Weigel-Platz
Der Helene-Weigel-Platz gehört zu den zentralen Plätzen in Marzahn-Hellersdorf. Die Situation rund um die Kino-Sojus-Ruine beschäftigt Anwohner, Politik und Verwaltung seit vielen Jahren. Immer wieder wurden Lösungen diskutiert, ohne dass es zu konkreten Umsetzungsschritten kam. Die nun vorgestellten Planungen markieren einen neuen Stand in diesem langen Prozess. Martin kündigte an, sich weiterhin für eine schnelle Umsetzung der östlichen Planungen einzusetzen.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️


