Die Polizei Berlin stellt aktuell im gesamten Stadtgebiet eine auffällig hohe Zahl von Trickdiebstahlstaten durch vermeintliche Pflegedienstmitarbeiter fest.
Wie die Pressestelle der Polizei mitteilt, seien in den vergangenen Tagen zahlreiche Fälle bekannt geworden, bei denen sich Tatverdächtige unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Zutritt zu den Wohnungen älterer Menschen verschafft hätten.
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Nach Angaben der Polizei handele es sich bei den Tatverdächtigen meist um zwei Frauen, die gezielt Seniorinnen und Senioren an deren Wohnanschriften aufsuchten. Die Täterinnen gäben sich dabei als Mitarbeiter eines Pflegedienstes aus und behaupteten, den Pflegegrad, die Medikation oder den Blutdruck überprüfen zu müssen. Alternativ erklärten sie, mit der Durchführung von Reinigungsarbeiten in der Wohnung beauftragt worden zu sein.
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Um mögliche Zweifel der Angesprochenen zu zerstreuen, gäben die Frauen häufig an, neu im Pflegedienst beschäftigt zu sein oder dass die entsprechende Benachrichtigungspost die Betroffenen noch nicht erreicht habe. Sobald sich die Tatverdächtigen auf diese Weise Zutritt zur Wohnung verschafft hätten, würden die Betroffenen gezielt in Gespräche verwickelt. Eine der Täterinnen gebe dann vor, die Toilette aufsuchen zu müssen, durchsuche in Wahrheit jedoch die Wohnung nach Geld und Wertgegenständen, um diese unmittelbar zu entwenden.
Die Polizei rät der Bevölkerung eindringlich zu Vorsicht und gibt folgende Verhaltenshinweise:
Fremden sollte die Wohnungstür grundsätzlich nicht geöffnet werden. Dies sei keine Unhöflichkeit, sondern eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die Tür solle nur mit vorgelegter Kette geöffnet werden, zudem solle der Türspion sowie die Türsprechanlage genutzt werden.
Eingelassen werden sollten nur Personen, die selbst bestellt wurden oder deren Besuch vom Pflegedienst zuvor angekündigt worden sei.
Von Mitarbeitern solle grundsätzlich der Dienstausweis verlangt werden. Im Zweifelsfall solle der eigene Pflegedienst telefonisch kontaktiert werden, bevor die Person die Wohnung betrete.
Im Notfall solle Hilfe bei Nachbarinnen und Nachbarn gesucht werden, auch wenn im Hausflur unbekannte Personen angetroffen würden, die etwas von den Bewohnern wollten. Gegebenenfalls solle laut um Hilfe gerufen werden. Im akuten Notfall gelte stets die Rufnummer 110.
Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen sowie Betroffene, verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizei zu melden.
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