Am 13. Juli 2021 soll die damals in Hellersdorf lebende 34-jährige Afghanin Maryam von ihren Brüdern getötet und in einem Rollkoffer mit dem Zug nach Bayern gebracht worden sein. Anschließend wurde Maryam in einem ausgehobenen Erdloch verscharrt. Der Gerichtsprozess gegen die beiden Männer läuft aktuell noch. Nun hat sich ein Bruder der getöteten Maryam im Knast erhangen.

Die damals 34-jährige zweifache Mutter Maryam wollte in Deutschland ein selbstbestimmtes Leben führen und nahm deswegen ihr Kopftuch ab. „Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Männer die 34-Jährige getötet haben, weil sie sich nicht den Moralvorstellungen der Familie unterworfen habe“, berichtete das Hauptstadtreporter-Portal Berlin-Doku damals. Ihre Brüder Yousuf Sayed (27) und Mahdi Seyed H. (23) stehen nun im Verdacht ihre Schwester ermordet zu haben. Wie BILD berichtet, soll sich in der Nacht zu Freitag ein weiterer Bruder von Maryam in einer Knastzelle in der JVA Plötzensee erhangen haben. Der 29-Jährige soll in den frühen Morgenstunden von einem Justizbeamten gefunden worden sein. Zum mutmaßlichen Grund berichtet die BILD, „Eine zugesagte, aber nicht erfolgte Verlegung in den offenen Vollzug“.

Der 29-jährige Bruder saß seit 2020 eine fünfjährige Haftstrafe ab, weil er einen Mann auf dem Alexanderplatz niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben soll. Auch der dritte Bruder war in den Fokus der Mordermittler geraten, obwohl er zur Tatzeit bereits in Haft war, könnte er den Auftrag an die beiden jüngeren Brüder gegeben haben.

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