Eine Woche vor dem Auslaufen des Tankrabatts sinken die Kraftstoffpreise in Deutschland erneut. Wie der ADAC am Mittwoch mitteilte, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel derzeit 1,817 Euro – 3,7 Cent weniger als in der Vorwoche. Der Dieselpreis fiel um 6,6 Cent auf 1,731 Euro je Liter.
Das Preisniveau bewegt sich damit in etwa auf dem Stand vor Beginn des Irankrieges – doch der ADAC betont, dass es trotz erfreulicher Rückgänge nach wie vor zu hoch ist.
🚨 Nichts mehr verpassen in Marzahn-Hellersdorf!
Aktuelle News, Blaulichtnachrichten, Wetter & Eilmeldungen direkt aufs Handy – 👉 jetzt Whatsappkanal abonnieren !
Der Hintergrund: Die Bundesregierung hatte vom 1. Mai bis 30. Juni 2026 die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um jeweils 14,04 Cent pro Liter gesenkt, was sich inklusive Mehrwertsteuer auf rund 17 Cent Entlastung brutto je Liter summiert. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD hat am 11. Juni offiziell bestätigt, dass es keine Verlängerung geben wird. Als Hauptgrund wurden die fiskalischen Kosten genannt: Die Maßnahme kostete den Bundeshaushalt rund 1,6 Milliarden Euro über zwei Monate.
Ab dem 1. Juli dürfte sich das rasch bemerkbar machen. Der ADAC geht davon aus, dass Benzin und Diesel nach dem Auslaufen des Rabatts um rund 17 Cent je Liter teurer werden. Dabei müssen Preiserhöhungen nicht zwingend am ersten Juli-Tag einsetzen – Tankstellen können noch Bestände zum alten Steuersatz abbauen. Die volle Verteuerung dürfte jedoch nach ein bis zwei Wochen eingepreist sein.
Wer noch einmal von den günstigen Preisen profitieren will, sollte den Zeitpunkt klug wählen. Seit der Einführung der sogenannten 12-Uhr-Regel am 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen – genau um die Mittagszeit. Kurz vor 12 Uhr liegen die Preise laut ADAC-Auswertung von mehr als 14.000 Tankstellen rund 3,7 Cent (Super E10) beziehungsweise 4,3 Cent (Diesel) unter dem Tagesdurchschnitt. Ab 12 Uhr steigen die Preise für Super E10 im Durchschnitt um 14,6 Cent je Liter, bei Diesel sogar um 18,4 Cent.
Der ADAC empfiehlt Autofahrerinnen und Autofahrern, den Tank idealerweise noch vor dem 29. Juni zu füllen. Wer am 30. Juni tanken muss, sollte dies möglichst vor 12 Uhr tun, da danach die Gefahr besteht, dass Mineralölunternehmen die Preise bereits in Erwartung der Steuererhöhung anheben. Aktuelle Preise an mehr als 14.000 Tankstellen sind über die ADAC-App „Drive“ sowie unter www.adac.de/tanken abrufbar.
Symbolbild(er): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 MaHe LIVE Whatsapp-KANAL 🗞️


