Zum Schuljahr 2026/27 haben sich berlinweit 27.767 Schülerinnen und Schüler für den Übergang von der Grundschule in die 7. Jahrgangsstufe an einer öffentlichen weiterführenden Schule angemeldet. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Burkert-Eulitz hervor.
Demnach erhielten 81 Prozent der Kinder einen Platz an ihrer Erstwunschschule, weitere 7 Prozent kamen an der Zweitwunsch- und 3 Prozent an der Drittwunschschule unter. 2.790 Schülerinnen und Schüler blieben zunächst ohne Platz an einer ihrer Wunschschulen.
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Nach der berlinweiten Ausgleichskonferenz konnten die Bezirke gemeinsam mit dem Senat zusätzliche Kapazitäten schaffen, sodass am Ende alle angemeldeten Kinder einen Schulplatz erhielten. Diese nachträglich geschaffenen Plätze seien in den vorgelegten Zahlen noch nicht vollständig erfasst, teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie mit.
Marzahn-Hellersdorf mit deutlicher Übernachfrage an einzelnen Schulen
Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf meldeten sich 1.687 Kinder für Integrierte Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen sowie 738 für Gymnasien an. Damit liegt der Bezirk bei den ISS/GemS-Anmeldungen im oberen Mittelfeld der zwölf Berliner Bezirke.
Besonders gefragt war die Ernst-Haeckel-Schule: Bei 189 regulären Plätzen gingen 321 Erstwunschanmeldungen ein. Auch die Rudolf-Virchow-Schule verzeichnete mit 296 Anmeldungen bei 208 Plätzen einen deutlichen Nachfrageüberhang. An der 13. Schule standen 182 Anmeldungen 108 Plätzen gegenüber, an der Caspar-David-Friedrich-Schule 166 Anmeldungen bei 156 Plätzen.
Freie Plätze gab es dagegen unter anderem an der Georg-Klingenberg-Schule (130 Plätze, 38 Anmeldungen), der Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule (130 Plätze, 38 Anmeldungen) und der Marcana-Schule (108 Plätze, 45 Anmeldungen).
Losverfahren und Härtefallregelung
Laut Senat werden an übernachgefragten Schulen zunächst 10 Prozent der Plätze für Härtefälle und Geschwisterkinder reserviert. 60 Prozent vergeben die Schulen nach eigenen Kriterien, die restlichen 30 Prozent werden verlost, sofern nicht weitere Geschwisterkinder zu berücksichtigen sind.
Inklusion: 64 Kinder ohne Wunschschulplatz
Von den 2.175 angemeldeten Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf erhielten berlinweit 64 keinen Platz an ihrer Wunschschule. Zu Angaben über Kinder aus sozial benachteiligten Haushalten könne der Senat keine Auswertung vorlegen, da entsprechende Daten nur auf Einzelfallebene erhoben würden.
Zu geplanten Maßnahmen gegen Kapazitätsengpässe verweist der Senat auf den jährlichen BSO-Sachstandsbericht vom 9. Juni 2026 (Rote Nummer 2657 A). Priorität hätten demnach Schulneubauten und Schulnetzänderungen, etwa die Weiterentwicklung geeigneter Grundschulstandorte zu Gemeinschaftsschulen. Ein Vergleich mit dem Übergangsverfahren 2025/26 liege erst nach vollständiger Konsolidierung der Daten zu Beginn des neuen Schuljahres vor.
Symbolbild(er): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 MaHe LIVE Whatsapp-KANAL 🗞️


