13. Januar 2024

Großeinsatz der Berliner Feuerwehr in Hellersdorf: Brandbekämpfung, Rettungseinsatz und Ermittlungen wegen möglicher Brandstiftung

Am Samstagnachmittag ist in einem Mehrfamilienhaus in Hellersdorf ein Brand ausgebrochen. Mehrere Personen wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Ermittlungen zu einer Brandstiftung.

Den bisherigen Informationen zufolge brach gegen 13 Uhr im Kellerbereich ein Brand aus, der das Treppenhaus stark verqualmte. Daraufhin alarmierten mehrere Mieter der Alten Hellersdorfer Straße die Feuerwehr. Aufgrund von Hinweisen von Mietern, die angaben, ihre Wohnungen nicht verlassen zu können, wurde das Stichwort „Brand 6 MANV“ ausgelöst, wie der Pressesprecher der Berliner Feuerwehr vor Ort mitteilte.

Rücksprache FF Kaulsdorf mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr

Das ersteintreffende Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Kaulsdorf stellte nach einer Erkundung der Lage im Kellerbereich einen Brand fest. Die kurz darauf eintreffende Freiwillige Feuerwehr Hellersdorf leitete die Personenrettung ein. Zahlreiche Löschfahrzeuge aus der ganzen Stadt, darunter Kräfte aus Friedrichshain und Mitte, eilten nach Hellersdorf. Fünf Rettungswagen und mehrere Einsatzleiter der Feuerwehr waren vor Ort. Der Rettungshubschrauber „Christoph 31“ vom ADAC eilte mit einem Notarzt und Rettungskräften nach Hellersdorf.

Christoph 31 setzt zur Landung an

Der Brand konnte mit zwei C-Rohren gelöscht werden. Mindestens 20 Bewohner des Hauses wurden durch die Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Bei dem Brand erlitten drei Personen Verletzungen durch eingeatmete Rauchgase. Sie wurden nach einer Behandlung im Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, darunter eine Mutter mit ihrem Kleinkind. Durch die Rauchausbreitung über einen Fernwärmeschacht wurde auch ein benachbartes Treppenhaus verqualmt.

Mit dem „Spreizer“ öffneten die Brandbekämpfer die Kellertüren

Nach der Brandbekämpfung kontrollierte die Feuerwehr 34 Wohnungen. Neun Türen mussten gewaltsam geöffnet werden. Im Kellerbereich brannten ein Kinderwagen sowie drei Matratzen und loser Sperrmüll. Über die hölzerne Verkleidung der Treppengeländer bis ins Erdgeschoss zog sich die Brandbekämpfung. Zum Einsatz kam der „Lukas Spreizer“, der gern von Berliner Berufsverbrechern aus den Feuerwachen gestohlen wird. Die Kellertüren konnten zügig geöffnet werden. Im Treppenraum entstand augenscheinlich hoher Sachschaden. Die Alte Hellersdorfer Straße war zwischen Zossener Straße und Landsberger Chaussee für die Zeit des Einsatzes gesperrt.

Großaufgebot der Berliner Feuerwehr

Die Berliner Feuerwehr war mit 106 Brandbekämpfern und Rettungskräften vor Ort. 18 Pressluftatmer wurden verbraucht. Die Brandursache wird derzeit von der Polizei ermittelt, erste Untersuchungen deuten auf Brandstiftung hin.

Fotos: © Marzahn-Hellersdorf.com

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