28. Juli 2017

Das Wernerbad – 100-jährige Kaulsdorfer Geschichte

1851 entstand aus einem Toteisloch durch beständiges Abtragen von Erde für eine Ziegelei innerhalb von 50 Jahren ein tiefes Loch, welches sich mit Wasser füllte und sich so zu einem See entwickelte. Im Jahr 1901 eröffnet der Kaulsdorfer Landwirt Wilhelm Werner das „Badeschlösschen„, eine Ausflugsgaststätte. Wilhelm Werner, der Namensgeber des beliebten Freibades lebte von 1877-1915. Das Wernerbad eröffnete 1905 als Freibad Wernersee im Berliner Ortsteil Kaulsdorf. 2002 wurde das beliebte Freibad – ein Mix aus See und Freibad – geschlossen. Gründe der Schließung waren u.a. die exorbitant hohen Sanierungskosten, um den aktuellen baulichen, hygienischen und technischen Bestimmungen zu entsprechen, die für einen Weiterbetrieb notwendig gewesen wären.

2013

Seit 1905 heißt der Katzenstertpfuhl nach seinem Namensgeber „Wernersee„. Noch im selben Jahr wurde der erste Kaulsdorfer Schwimmverein „Wetterfest“ gegründet. Im Winter war der zugefrorene See eine Natureisbahn. Im Jahr 1909 wurden Umkleidekabinen, ein Vereinsaal und ein Garten gebaut. 1945 musste der Betrieb eingestellt werden. Am 15. August 1959 eröffnete das Wernerbad unter dem Ost-Berliner Magistrat wieder und wurde badetauglich hergestellt. Ab 1959 waren acht 50m-Bahnen zur sowie zwei Bereiche für Schwimmer und Nichtschwimmer. Es kamen ein Kinderspielplatz , Sportplätze und eine vom Konsum (DDR Konsumgenossenschaft) bewirtschaftete Gaststätte hinzu.

Wiederekennung erlangte die Pinguingruppe im Eingangsbereich sowie die Nilpferd-Skulptur „Knautschke“ mitten auf dem See, welches als Maskottchen des Freibades gilt. Geschaffen hatte die beiden Skulpturen der Bildhauer Erwin Kobbert um 1950 rum. Knautschke steht noch heute am See. im Jahr 1990 wurde das Land Berlin Eigentümer des Sees und ab 1996 von den Berliner Bäderbetrieben in Betrieb genommen wurde. Sechs Jahre später, 2002 wurde das Freibad bereits wieder geschlossen. 1996 wurde der Bürgerverein Freunde des Wernerbades e. V. gegründet. Nach der Schließung 2002 kämpfte der Bezirk für eine Neueröffnung. 2006 beabsichtigte ein Zweipersonen-Startup das Gelände herzurichten und vom Land Berlin zu pachten. Der Todesstoß für das einstige Freibad kam 2013, da wurde per Beschluss des Abgeordnetenhauses das Gelände umgewidmet. Dieser Beschluss bedeutet für die über 100-jährige Geschichte des Wernerbades keine Möglichkeiten zum Weiterbetrieb eines Freibades. Marzahn-Hellersdorf ist der einzige Bezirk in Berlin, der kein eigenes Freibad besitzt. Später sollte das Gelände bebaut werden. Das zukünftige Schicksal des Geländes ist noch offen (2020)

2017

Am 9. Juli 2017 besuchten wir das Wernerbad ein allerletztes Mal und sicherten die letzten Eindrücke einer über hundertjährigen Geschichte in Kaulsdorf.

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